Die begriffsstutzige Regierung Bush sollte mittlerweile wissen, dass man keine Feinde mehr braucht, wenn man Großbritannnien zum Freund hat. Genau das zeigt sich gerade in der süd-irakischen Provinz Basra, mit Konsequenzen für das ganze Land. Die britische Falle für die amerikanische Besatzungsmacht wurde aktiviert, und Chaos und Blutvergießen wieder entfacht, sobald Tony Blairs Alliierter Dick Cheney sich in der Region aufhielt und daran arbeitet, die Friedensverhandlungen zwischen Israelis, Palestänensern und Syrern zunichte zu machen.
Großbritannien hatte im Frühjahr 2003 die Kontrolle über die von Shiiten dominierte Provinz Basra im Irak übernommen. Nachdem sie sich wenig eingemischt hatten, wurden die letzten 500 britischen Streitkräfte im Dezember 2007 evakuiert. Die Briten weigerten sich nun, beim Ausbruch von Kämpfen, Basra wieder zu betreten und brachten die irakische Regierung wiederholt dazu, die Stadt mit eigenen Sicherheitskräften zu besetzen.
Es kam, wie es kommen mußte: am 26. März gerieten militante Kräfte des radikalen schiitischen Religionsführers Moqtada al-Sadr mit 30 000 nach Basra geschickten irakischen und amerikanischen Streitkräften aneinander, wobei mindestens 40 Tote zu beklagen waren; zweihundert weitere Personen wurden verletzt. Die Kämpfe weiten sich aus; in den südlichen Städten Kut, Hillah und Amarah wurden Ausgangssperren verhängt. Dort genießt die al-Sadr-Gruppe große Beliebtheit bei den Armen. Die Zusammenstöße haben sich bis in die schiitisch-dominierten Gebiete Baghdads, vor allem nach Sadr City, ausgebreitet.
Der amerikanische Politiker Lyndon LaRouche bemerkte dazu, es gebe durchaus eine Möglichkeit, mit dieser britischen Falle umzugehen. Die Streitkräfte von US General Peträus sollten London besetzen und dort einen „Regime-Wechsel“ erzwingen…