Eine interessante Nachricht kam jetzt aus Leverkusen: Wie RP-Online
berichtet, gibt es in Leverkusen einen Bau-Stau wegen des Konjunkturpakets. Vor
allem betroffen ist dabei das Gebäudesanierungsprogramm, mit dem viele Schulen
saniert werden sollen. Die stellvertretende Leiterin des städtischen
Fachbereichs Hochbau sagte der Rheinischen Post: „Wir haben es zum
Beispiel im Bereich der Fenstersanierung in den vergangenen Monaten schon
erlebt, daß sich auf zehn Aufträge überhaupt kein Interessent gemeldet hat.“
Deshalb verzögerten sich jetzt rund ein Drittel der einzelnen
Sanierungs-Arbeiten.
Also ein Bau-Stau durch Vernachlässigung
der physischen Ökonomie in Deutschland. Die konzentrierte Sicht auf Profit und auf ausgeglichene Haushalte haben schon einen Großteil der produktiven
Wirtschaft zerstört und ein Ausdruck davon ist, daß es kaum noch Firmen gibt die diese Arbeiten durchführen können. Und die Bundesregierung tut nichts dagegen. Denn wenn den zwei kleinen Konjunkturpaketen, wie sie die
Bundesregierung zur Unterstützung des Handwerks und der Industrie beschlossen hatte, auf der anderen
Seite massive Kürzungen bei den Investitionen in die Infrastruktur
gegenüberstehen – sie stellen den zweitgrößten Posten des
80-Milliarden-Sparpakets -, dann sind das keine geeigneten Aussichten, um
Firmen zu vergrößern oder neue Firmen zu gründen.
Nur durch eine Wiederbelebung des produktiven Sektors
durch eine Verbesserung der Infrastruktur und Großprojekte, wie die BüSo sie
mit NAWAPA oder der Eurasischen Landbrücke vorschlägt, ist eine wirkliche Wende
zu erreichen.