Unter der Überschrift „Sicherheitsdecke: Wie das öffentliche Rentensystem uns alle retten kann" verteidigt der bekannte Ökonom James Galbraith in einem Artikel das amerikanische Sozialversicherungssystem gegen die brutalen Kürzungspläne der Obama-Regierung und der sog. "Verhaltensökonomen" wie Peter Orszag.
Im Untertitel heißt es: "Gottseidank scheiterte Bush mit der Privatisierung des Rentensystems. Jetzt kann es helfen, die Wirtschaft zu retten."
Galbraith warnt: „Kürzt man lange genug, könnte die Lebenserwartung sinken. Das ist kein Witz. In Russland fiel die Lebenserwartung von Männern nach dem industriellen Kollaps 1991 von 65 auf 58 Jahre, hauptsächlich infolge von Depression, Alkoholismus, Gewalt, der Vernichtung der Ersparnisse durch Hyperinflation und eines unzureichenden öffentlichen Gesundheitssystems."
Und weiter: "Niemand sollte denken, dies könnte hier nicht passieren. Es würde passieren, wenn nicht das öffentliche Rentensystem und Medicare dies verhindern würden.“ Anstatt über die angebliche Notwendigkeit von Kürzungen im öffentlichen Rentensystem und bei Medicare zu sprechen, sollte man diskutieren, wie diese Programme genutzt werden können, um aus dem Loch wieder herauszukommen.
Er wiederholt dann seine Vorschläge: 1) eine permanente Erhöhung der öffentlichen Renten um 30%; 2) eine zunächst auf ein Jahr beschränkte Aussetzung der lohnabhängigen Steuern, was den amerikanischen Arbeiterfamilien etwa 8,3% mehr Geld bringen würde; und 3) die Senkung des Anspruchsalters für Medicare auf 55 Jahre.“