Bericht über UN-Initiative des Schiller-Instituts: Frieden gibt es nur mit wirtschaftlicher Entwicklung

26.05.2026
Bericht über UN-Initiative des Schiller-Instituts: Frieden gibt es nur mit wirtschaftlicher Entwicklung klaus 26.05.2026

Am Vorabend der Debatte des UN-Sicherheitsrats am 26. Mai über die UN-Charta hat die Moskauer Zeitschrift für internationale Angelegenheiten New Eastern Outlook eine fundierte Synthese des „Erweiterten Oasenplans“ des Schiller-Instituts, des Vier-Punkte-Vorschlags des ehemaligen türkischen Premierministers Ahmet Davutoğlu und des offenen Briefes von Helga Zepp-LaRouche vom 17. Mai an die im UN-Sicherheitsrat versammelten Regierungen veröffentlicht. New Eastern Outlook, gegründet im Jahr 2010, veröffentlicht Analysen in englischer, russischer und arabischer Sprache aus einer multipolaren Perspektive.

Der Artikel „Frieden durch Entwicklung: Eine Vision zur Lösung der Krise der Menschheit“ stammt von Tamer Mansour, der auch an der Internationalen Friedenskoalition mitgewirkt hat. Zu seinen früheren Veröffentlichungen über Lyndon LaRouche gehören Artikel über dessen weltwirtschaftlichen Ausblick sowie ein längerer Artikel über LaRouches Rolle in der Welt, die beide im April 2025 in derselben Moskauer Zeitschrift erschienen sind. Mansour führte im März 2026 auch ein Interview mit Helga Zepp-LaRouche.

In dem aktuellen Beitrag greift Mansour LaRouches Aussage aus dem Jahr 1990 auf – dass „ohne eine Politik der wirtschaftlichen Entwicklung die Araber und Israelis keine gemeinsame Grundlage für eine politische Einigung haben: kein gemeinsames Interesse“ – und wendet ihn auf den aktuellen Iran-Krieg und die Krise in Südwestasien an. Er betrachtet den Marshall-Plan als die „kreative Logik der gegenseitigen Entwicklung“, die das heutige internationale Finanzsystem zugunsten der Bestrafungs-Logik von Versailles aufgegeben hat, und interpretiert das Scheitern des Oslo-Abkommens und des Camp-David-Gipfels als Bestätigung desselben Prinzips: Frieden kann ohne wirtschaftliche Verflechtung nicht aufrechterhalten werden.

Mansour hebt besonders Davutoğlus Antwort beim EIR-Krisenforum am 15. Mai hervor, als dieser gefragt wurde, ob der Oasenplan sein diplomatisches Rahmenwerk ergänze: „Der beste Weg zum Frieden ist wirtschaftliche Verflechtung. Es gibt keinen anderen Weg… Wo wirtschaftliche Verflechtung herrscht, wird niemand einen Krieg beginnen.“ Der Artikel argumentiert, der vom Schiller-Institut vorgelegte offene Brief an die UN-Regierungen vor der Debatte am 26. Mai biete eine brauchbare Alternative zum gescheiterten Ansatz des militärischen Gleichgewichts, und verweist auf die BRICS-Entwicklungsbank und die Belt-and-Road-Initiative als deutlichen Machbarkeitsbeweis.

Quelle: eirna.de

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