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Beringstraßen-Konferenz in Moskau hört Vortrag von LaRouche: Vermeidung von Kriegen durch wirtschaftliche Entwicklung

Ein Vorschlag für einen Tunnel unter der Beringstraße von Rußland nach Alaska, der auf einer Moskauer Konferenz vorgebracht wurde, wurde von Nationen Eurasiens von Schweden bis Japan, begrüßt. Wie gestern aus Moskau berichtet wurde, wurde bei der Eröffnungssitzung der historischen Konferrenz in Moskau ein Beitrag des amerikanischen Staatsmanns und Ökonomen Lyndon LaRouche vorgetragen, der die Rolle großer Projekte als Ausweg vom Krieg hervorhob. Der ehemalige Gouverneur von Alaska und US-Innenminister Walter Hickel sprach bei der Eröffnungssitzung zum gleichen Thema und sagte: „Wir sollten aufhören zu kämpfen, und bauen.“ Hochrangige Vertreter Rußlands trafen bei der Konferenz mit dem Titel „Eine Transkontinentale Eurasisch-Amerikanische Transportverbindung durch die Beringstraße“, an der insgesamt ungefähr 200 Teilnehmer teilnahmen, mit Rednern aus Korea, Japan und den USA zusammen.

Die heutige Ausgabe des schwedischen Handelsblatts [i]Dagens Industrie[/i] berichtet positiv über den Vorschlag, eine Verbindung von Nordamerika nach Europa durch den Beringtunnel herzustellen, und über die Eisenbahnprojeke der Eurasischen „Landbrücke“. Eine saudiarabische Internetseite, [url:"http://www.elaph.com/]www.elaph.com[/url], berichtet enthusiastisch über das Projekt. Deutsche Berichte über den Vorschlag erwähnen besonders die begeisterten Reaktionen von China, Japan und Korea. Japanische Geschäftsmänner sagten, sie könnten den Tunnel für US$60 Millionen pro Kilometer bauen, was laut deutschen Medien die Hälfte des Preises ist, der in Moskau erwähnt wurde.

LaRouches Beitrag zur Moskauer Konferrenz, ein Artikel mit der Überschrift „Die Veränderung der politischen Weltkarte: Mendeleyev hätte zugestimmt,“ wurde der Versammlung von Dr. Jonathan Tennenbaum verlesen, einem langjährigen Mitarbeiter LaRouches. Sowohl LaRouches Diskussion des Vermächtnisses des Chemikers und Nationalökonoms Dmitri Mendeleyev, als auch seine Darstellung der Zusammenarbeit großer Nationen am Beringstraßen-Projekt als Aufgabe der Kriegsvermeidung wurden von den russischen Teilnehmern mit großem Interesse aufgenommen.

Die Beringstraßen-Konferenz ist die erste einer Reihe von Veranstaltungen zum Thema "Megaprojekte des Fernen Osten Rußlands", organisiert vom Rat für die Erforschung Produktiver Kräfte (SOPS) der Russischen Akademie des Wissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Russischen Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung und Handels (MERT), dem Russischen Verkehrsministerium, den staatlichen Russischen Eisenbahnen, und mehreren regionalen Regierungen in Sibirien und im russischen Fernen Osten.

Das Akademiemitglied Alexander Granberg, der Leiter des SOPS, sagte auf der heutigen Sitzung, der nächste Schritt sei es, Pläne und Machbarkeitsstudien für den 6000 km langen Schienen-Straßen-Ölpipeline- und Energie-Korridor von Jakutsk in Ostsibirien nach Fort Nelson, Kanada, einschließlich des 100 km langen Tunnels unter der Beringstraße durchzuführen. Eigentlich werde es zwei 50-km-Tunnel geben, hob Granberg hervor, da es in Inseln in der Straße gibt.

Louis Cerny vom Amerikanischen Eisenbahn-Verband stellte außerdem die technische Realisierbarkeit der Querung der Beringstraße dar und betonte, der Zeitplan für das Projekt als Ganzes könne noch beschleunigt werden, in dem die verschiedenenn Teile palallel gebaut werden.

Viele der russischen Redner bezogen sich auf kürzliche Regierungsentscheidungen, die das Beringstraßenprojekt möglich machen. Eine von diesen ist das Bundeszielprogramm „Entwicklung des Fernen Ostens und Transbaikale Region bis 2013“ der russischen Regierung. Wie [i]EIR [/i]am 13. April berichtete („Der russische Ferne Osten: Ein Welt-Großprojekt“), hat Premierminister Mikhail Fradkov eine ganze Reihe von Maßnahmen gestartet, die sich mit der Unterentwicklung und Entvölkerung dieser Regionen befassen.

Am 10. April, bei einer Konferenz zur Entwicklung der Nationalen Eisenbahn über die nächsten zwei Jahrzehnte unter der Leitung von Präsident Putin stellte der Hauptgeschäftsführer der Russischen Eisenbahnen, Wladimir Jakunin, den Plan vor, die 3500 km lange Eisenbahnlinie vom Westufer der Lena bis zur Beringstraße zu bauen. Das Gesamtprojekt ist ein Unternehmen mit geschätzen Baukosten von $65 Milliarden, von dem russische Organisatoren erwarten, daß es 3% des weltweiten Frachtvolumens befördern wird.

Tennenbaum, der in Rußland besonders als Mitautor des [i]EIR[/i]-Berichtes „Die Eurasische Landbrücke: Die ‚Neue Seidenstraße’ – Lokomotive für weltweite Entwicklung“ (1997) bekannt ist, entwickelte damals das Konzept der Infrastrukurkorridore und -netzwerke. Diese im hohen Norden zu bauen, sei eine Herausforderung für das 21. Jahrhundert, sagte er, der man sich mit dem Bau ganzer Ketten von mit Atomstrom versorgten Städten stellen könne. Die amerikanischen Arbeiten an atombetriebenen Einrichtungen in Grönland in der Vergangenheit und Rußlands städtebauliche Erfahrung in Sibirien machten den russischen Fernen Osten zu einer maßgeschneiderten Gegend für eine amerikanisch-russische Zusammenarbeit.

Maxim Bystrow, einer der Leiter der russischen Bundesagentur für spezielle Wirtschaftszonen, griff die Bemerkungen von LaRouches und Tennenbaum über die enorme Finanzblase, die es heute gibt, auf, und stellte dem die Möglichkeit gegenüber, Gelder in produktive Investitionen wie diese Infrastrukturprojekte fließen zu lassen. Das Geld werde nicht nicht von allein in Langzeitprojekte fließen, betonte Bystrov, dazu seien Entscheidungen des Staates erforderlich.

Der Gouverneur von Jakutien (Sacha-Republik) Wjatscheslaw Schtyrow sprach über das enorme Entwicklungspotential dieser ostsibirischen Region und sagte: „Wir haben alle Elemente von Mendelejews Periodensystem [in Jakutien]“ - und auch seine Ideen.