Bill Clinton spricht sich für Erneuerung von Reagans SDI-Angebot an Rußland aus

03.07.2007
Bill Clinton spricht sich für Erneuerung von Reagans SDI-Angebot an Rußland aus admin 03.07.2007

2. Juli 2007 (LPAC) – Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton verurteilte während eines Aufenthalts am 29. Juni in der Ukraine den Plan von Bush und Cheney für ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa als „kolossale Geldverschwendung“ für ein System, welches nicht „verläßlich genug ist, um eine (abschreckende) Wirkung zu erzielen.“ Er sagte, daß die USA „hier eine Krise erzeugen, die nicht notwendig ist.“

Wichtigster Punkt der Rede Clintons war dabei sein Eintreten für eine Rückkehr zum ursprünglichen Vorschlag von Präsident Reagan vom 23. März 1983 für eine Zusammenarbeit der USA und der damaligen UdSSR bei der Entwicklung eines Raketenabwehrsystems, welches auf neuen physikalischen Prinzipien fußen solle. „Er wollte, daß es die Russen besitzen, daß es jeder besitze“, sagte Clinton anläßlich der jährlich in Jalta stattfindenden Europäischen Strategiekonferenz von Jalta (YES).

Damit folgt Clinton der langjährigen Politik Lyndon LaRouches – tatsächlich war es LaRouche geewesen, der Reagan davon überzeugt hatte, die ursprüngliche Politik und den Vorschlag einer Zusammenarbeit mit den Sowjets zu übernehmen. Die sowjetische Ablehnung dieses Angebots war der unmittelbare Grund des Niedergangs der Sowjetwirtschaft und der Sowjetunion selbst.

Dies ruft ebenso den Vorschlag vom April 1993 ins Gedächtnis zurück, den der damalige russische Präsident Boris Jelzin dem damaligen Präsidenten Clinton während eines Gipfeltreffens in Vancouver machte, das Reagan-Angebot von 1983 wiederzubeleben. Nach einem Bericht der Zeitung Izvestia vom 2. April 1993 rief der „Vertrauen“ genannte Vorschlag die USA und Rußland zum gemeinsamen Test eines Antiraketensystems mittels Plasmawaffen auf, der damals in Rußland in der Entwicklung war. 21st Century Science and Technology brachte in seiner Sommerausgabe von 1993 eine Titelgeschichte über diesen Plan.

Der mögliche Jelzin/Clinton-Plan wurde der Gore-Tschernomyrdin-Kommission übergeben, die von US-Vizepräsident Al Gore und seinem ebenso korrupten Gegenüber, Premierminister Viktor Tschernomyrdin, geleitet wurde, unter welcher der Plan in Vergessenheit geriet und niemand mehr darüber sprach – bis jetzt zumindest.

Neben Clintons neuem Vorschlag war es der republikanische Kongreßabgeordnete Dana Rohrabacher auf einer Konferenz von amerikanischen und russischen Abgeordneten am 22. Juni in Washington, der den Reagan-Vorschlag von 1983, als große Nationen an den Grenzen des wissenschaftlichen Fortschritts zusammenzuarbeiten, ebenfalls wiederbelebte.

Scroll to Top