Biotreibstoffe: Nahrungsmittelschock trifft USA & Weltgetreideschätzungen

13.05.2007
Biotreibstoffe: Nahrungsmittelschock trifft USA & Weltgetreideschätzungen admin 13.05.2007

12. Mai (EIRNS) – Daten in dem Bericht "Einschätzung von weltweiter landwirtschaftlicher Nachfrage und Angebot", der am 11. Mai vom U.S. Landwirtschaftsministerium (USDA) veröffentlicht wurde, zeigen die sich verschlimmernden Auswirkungen – "Nahrungsmittelschocks" – der vermehrten Nutzung landwirtschaftlicher Kapazitäten zur Erzeugung von Bioenergie. So wird für das kommenden Jahr in den USA erstmals erwartet, daß mehr Mais in die Ethanolproduktion als zum Export gehen wird. Das USDA schätzt, daß die Maisproduktion 2007 12,46 Mrd. Scheffel betragen könnte, und daß davon 27% oder 3,46 Mrd. Scheffel zur Ethanolproduktion verwandt werden, während nur 19% (1,974 Scheffel) exportiert werden.

Auch wenn es sich nur um grobe Schätzungen handelt – die Frühlingssaat wird in Nordamerika noch gepflanzt -: der Trend ist eindeutig. Bei der Produktion von Sojabohnen in den USA rechnet man in diesem Jahr aufgrund des Wechsels zum Maisanbau in einigen Gebieten und anderer Faktoren mit einem Rückgang von 14%. Angesichts der wachsenden Menge von Sojabohnen, die zur Produktion von Biodiesel verwandt werden, prognostiziert das USDA, daß der Jahresendbestand an Sojabohnen Ende 2007 auf etwa die Hälfte der letzten Periode fallen werden – von 610 Mio. Scheffeln auf 320 Mio.

Daher gibt es einen merklichen Rückgang des Reservepotentials der Nahrungsmittelkette. Für die weltweiten Getreideendbestände für das Erntejahr 2007/2008 erwartet das USDA eine weitere Abnahme der ohnehin schon geringen Bestände von 390,14 Mio. t (2005/2006) und 319,79 Mio. t (2006/2007) auf 305,08 Mio. t (projiziert, 2007/2008). Der o.g. Bericht ist die erste Ernteprojektion des Jahres durch das USDA.

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