(EIRNS) – Ein kürzlich vom Wirtschaftsforschungsinstitut der Nationalen Autonomen Universität Mexikos (UNAM) herausgegebene Studie zeigt, daß etwa 40 Millionen Menschen in Mexiko an irgendeiner Form von Unterernährung leiden. Nach Ansicht des Experten Felipe Torres sind 25 Millionen, die überwiegend in ländlichen Gegenden leben, sogar stark unternährt. Torres verwendet zur Beschreibung der Situation dieser 40 Millionen Menschen die Formulierung "Ernährungsrisiko". Damit meint er, daß sie über ein zu geringes Einkommen verfügen, um nahrhafte Lebensmittel kaufen zu können. Gleichzeitig schränke der gesunkene Bildungsstandard in gravierender Weise die Chancen ein, die den Menschen zur Verfügung stehen; Mexiko bewege sich rasch auf seinen Zusammenbruch zu.
Torres sagte weiter, die Unterernährung betreffe bei weitem nicht nur die ländliche Bevölkerung, sondern mindestens 40% der Stadtbewohner befänden sich in einer ähnlichen Situation. Diese düstere Realität ist sicherlich einer der Gründe dafür, daß für den 31. Januar in Mexiko-Stadt und weiteren Teilen des Landes Massendemontrationen geplant waren, um gegen die letzte Phase des NAFTA-Freihandelsabkommens zu protestieren, womit Mexiko mit billigen Lebensmittelimporten überschwemmt und der heimischen Landwirtschaft der Todesstoß versetzt wird. Die Situation insgesamt ist verzweifelt, wie mexikanische Kreise im Gespräch mitteilten, und könne ohne programmatische Lösungen nur zu Chos und Aufruhr führen.