Brenner-Basistunnel ist verbunden

03.08.2026
Brenner-Basistunnel ist verbunden klaus 03.08.2026

Am 28. Juli um 10:35 Uhr durchbrachen die Tunnelbauer, die sich von Österreich nach Süden und von Italien nach Norden vorarbeiteten, den letzten Fels, der die Hauptfahrröhren des Brenner-Basistunnels 1400 Meter unter den Alpen trennte. Die österreichische Seite arbeitete mit Sprengungen, die italienische mit einer Tunnelbohrmaschine, nun haben sich die 8,1 Meter breiten Röhren getroffen.

Mit einer Länge von 55 km – einschließlich der Innsbrucker Umgehungsstrecke 64 km – wird der Brenner bei der Eröffnung, die Anfang 2032 erwartet wird, die längste unterirdische Hauptbahnstrecke der Welt sein. Rund 90 % der Aushubarbeiten sind abgeschlossen. Der Tunnel ersetzt eine Bergstrecke, die den Güterverkehr seit den 1860er Jahren auf Lastwagen und steile Steigungen zwingt. Die ebene Strecke durch den Fels wird den Verkehr von Güterzügen in voller Länge zwischen München und Verona ermöglichen.

Das Projekt hat, wie bei solchen Vorhaben üblich, länger gedauert und mehr gekostet als versprochen. Aber vergleichen wir es einmal mit Europas Ausgaben für Aufrüstung und Krieg. Durch diesen Tunnel wird man noch in hundert Jahren Getreide, Stahl und Maschinen befördern. Aber was bleibt von den Militärausgaben?

Quelle: eirna.de

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