Dank der Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen China, Ägypten, Griechenland und Zypern gibt es im östlichen Mittelmeer vielversprechende Aussichten. Im Mittelpunkt dieser Dynamik steht Chinas Rolle beim Ausbau des Hafens von Piräus in Griechenland (der das Rotterdam des östlichen Mittelmeers werden soll) und beim Suezkanal, dessen größter Nutzer China ist.
Dank der Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen China, Ägypten, Griechenland und Zypern gibt es im östlichen Mittelmeer vielversprechende Aussichten. Im Mittelpunkt dieser Dynamik steht Chinas Rolle beim Ausbau des Hafens von Piräus in Griechenland (der das Rotterdam des östlichen Mittelmeers werden soll) und beim Suezkanal, dessen größter Nutzer China ist.
Der griechische Vizepremier Yannis Dragasakis sagte dem Journalisten Yannis Palaiologos für die Publikation Politico, es könne „eine strategische Entwicklungspartnerschaft mit China“ geben, vor allem wegen der Infrastrukturprojekte, die im Interesse beider Seiten liegen. Allerdings hätten nur die Chinesen eine klare Strategie für die Nutzung von Piräus als Frachthafen, während die Griechen „nie eine eigene vollständige Strategie entwickelt haben“.
Dragasakis fuhr fort, ein „beträchtlicher Teil der Erholung Griechenlands in den kommenden Jahren“ müsse „aus gestiegenen Infrastrukturinvestitionen kommen“. Dazu brauche das Land klare Zielsetzungen in drei wesentlichen Bereichen: Bahntransport (besonders die Nord-Süd-Strecke), Logistik (das Thriasio-Frachtzentrum bei Athen) und Schiffsreparatur (eine ungenutzte Werft in der Region Perama bei Piräus, die der Hafenbehörde von Piräus gehört).
Unternehmen wie Hewlett Packard, GREE, ZTE, Sony, Huawei und Dell nutzen den Hafen von Piräus als Eingangstor nach Europa, und Großreedereien wie MSC und Maersk haben ihre Nutzung des Hafens ausgeweitet.
In dieser Hinsicht sind Griechenlands Beziehungen zu Ägypten entscheidend, wie auch bei einem Dreiergipfel am 29. April auf Zypern deutlich wurde, wo sich Zyperns Präsident Nicos Anastasiades, Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras und der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi trafen. In ihrer gemeinsamen „Erklärung von Nikosia“ fordern sie eine verstärkte Zusammenarbeit in der Wirtschaft und bei der regionalen Sicherheit und Bekämpfung von Terrorismus.
Al-Sisi sagte, die dreiseitige Kooperation ziele darauf ab, „das natürliche Eingangstor für die Ankurbelung der Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa“ zu schaffen. Zu den vorrangigen Zielen zählen die Ausweitung der Seeverbindungen zwischen den drei Ländern sowie die Erschließung der Öl- und Gasvorkommen in den Wirtschaftszonen vor ihren Küsten, die aneinander angrenzen.
Vor dem Gipfel hatten der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos und Verteidigungsminister Panos Kammenos einen Staatsbesuch in Kairo abgestattet, wo sie sich mit Al-Sisi trafen. Pavlopoulos wies darauf hin, daß griechische Unternehmen jährlich 4 Mrd. Dollar in Ägypten investierten.