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BRICS-Minister bereiten sich auf "neue Ära globaler Entwicklung" vor

Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) bereiten sich auf ihr jährliches Gipfeltreffen vor. Gastgeber des virtuellen Gipfels am 24. Juni ist China, das in diesem Jahr den Vorsitz führt. Wie die indische Economic Times berichtet, wird der Führungsgipfel nächste Woche, am 24. Juni, stattfinden. Die chinesischen und indischen Staatsoberhäupter Xi Jinping und Narendra Modi werden mit den anderen drei Staatsoberhäuptern darüber diskutieren, wie diese fünf Nationen aus sehr unterschiedlichen Regionen gemeinsam dazu beitragen können, die Welt vom Rande des Krieges und des wirtschaftlichen Zusammenbruchs zu befreien. In dieser Woche treffen sich die Minister der BRICS-Staaten zur Vorbereitung des Gipfels.

Laut Reuters sprach der russische Finanzminister Anton Siluanow am 6. Juni auf dem zweiten Treffen der Finanzminister und Zentralbanker der BRICS-Staaten und rief die Schwellenländer auf, ihre Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaftslage zu koordinieren. Die weltweite Straffung der Geldpolitik und die beispiellose Sanktionspolitik des Westens bergen die Gefahr einer weltweiten Stagflation und einer Nahrungsmittelkrise. Siluanov wies auch auf die Gefahr einer globalen Wirtschaftskrise hin, da das Vertrauen in die weltweiten Devisen- und Finanzsysteme untergraben sei. Wie die indische Nachrichtenagentur Asia News International (ANI) berichtete, ging es auch um Infrastrukturinvestitionen und die Neue Entwicklungsbank, sowie eine Vereinbarung über die Einrichtung eines BRICS-Think-Tank-Netzwerks für Finanzen.

Die Minister veröffentlichten am 6. Juni eine gemeinsame Erklärung und einigten sich darauf, die finanzielle Zusammenarbeit zu vertiefen und die makroökonomische Koordinierung zu verstärken, die für die Führung der Weltwirtschaft aus der Krise und den Aufbau einer robusten, nachhaltigen, ausgewogenen und integrativen wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie unerlässlich ist.

Laut der indischen Finanzministerin Nirmala Sitharaman sollten die BRICS weiterhin als Rahmen für Diskussionen und den Austausch von Erfahrungen, Themen und Ideen dienen, um einen nachhaltigen und integrativen Wachstumspfad zu schaffen. Die Ministerin fügte hinzu, dass die wirtschaftliche Entwicklung Indiens weiterhin durch fiskalische Ausgaben und einen Investitionsschub unterstützt werden wird, um die Wirtschaft auf der Grundlage des Konzepts des makroökonomischen Wachstums, ergänzt durch allumfassenden Wohlstand auf der Mikroebene, anzukurbeln.

Ausserdem erörterten die Landwirtschaftsminister die Zusammenarbeit in der Ernährungssicherheit, Nahrungsmittelknappheit und Armutsbekämpfung. Die Einrichtung eines Forums für die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums wurde beschlossen. Bei ihrem Treffen am 8. Juni erörterten sie unter anderem die Wechselbeziehung zwischen der Modernisierung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums und der Armutsbekämpfung. Der chinesische Minister für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten, Tang Renjian, berichtete über Chinas Bemühungen zur Wiederbelebung des ländlichen Raums und darüber, wie wichtig dies für das chinesische Programm zur Armutsbekämpfung und für die Fähigkeit des Landes ist, trotz der weltweiten Krise eine ausreichende Ernährung für seine 1,4 Milliarden Menschen sicherzustellen. Die Minister vereinbarten die Einrichtung eines BRICS-Forums für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung als "institutionelle Plattform" für die weitere praktische Zusammenarbeit. Um die Reichweite des BRICS-Prozesses zu erhöhen, fand gleichzeitig mit dem Ministertreffen ein Symposium über ländliche Entwicklung und Armutsbekämpfung in den BRICS-Staaten statt, an dem Diplomaten und Vertreter anderer Entwicklungsländer teilnahmen. Der usbekische Vizepremierminister und Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung Jamshid Kuchkarov sprach beispielsweise zusammen mit Vertretern von BRICS-Universitäten und -Unternehmen sowie internationalen Institutionen und Organisationen.

In der Erklärung, die die BRICS-Staaten im Vorfeld des Gipfels im Februar abgaben und in der sie ihre Themen und Prioritäten ankündigten, heißt es, dass sie sich als ein nützliches Forum sehen, das bereit ist, "die historische Aufgabe zu übernehmen, das Wohlergehen ihrer Völker zu steigern und den Weltfrieden und die Entwicklung zu fördern ..., um gemeinsam die Herausforderungen zu bewältigen, vor denen die Menschheit steht.

Ein solcher Ansatz - Entwicklung und Kooperation - ist die einzige Möglichkeit, dauerhaft Frieden zu schaffen. Darum geht es auch bei der Konferenz des Schiller-Instituts am 18./19. Juni. Hier finden Sie die Informationen dazu: https://schillerinstitute.com/de/blog/2022/05/30/schiller-institut-konferenz-weltweiter-dialog-fuer-eine-neue-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur-fuer-alle-nationen/

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