Briten versuchen Simbabwe zu rekolonisieren

05.04.2008
Briten versuchen Simbabwe zu rekolonisieren admin 05.04.2008

Premierminister Gordon Brown ist Berichten zufolge bereit Simbabwe dasselbe wirtschaftliche "Hilfspaket"
aufzuzwingen, welches Mugabe vor 9 Jahren zurückgewiesen hat, weil die damit verknüpften Bedingungen Simbabwe zurück in den Status einer Kolonie geworfen hätten. Mugabes Ablehnung dieses Plans war einer der Gründe für die britische Kampagne gegen Simbabwe.

Der Plan sieht vor, Simbabwe von Institutionen kontrollieren zu lassen, die heute stark von britisch-imperialen Ideen geprägt sind. Dem Guardian zufolge wird das internationale Paket in Höhe von einer Milliarde Pfund pro Jahr vom Internationalen Währungsfond, der Weltbank, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen verwaltet. Dieses Programm soll beim IWF Gipfel am 12. und 13. April in Washington, beim EU Gipfel am Ende des Monats und möglicherweise auch am Rande des NATO-Gipfels in Bukarest diskutiert werden.

Unterdessen berichtete die Nachrichtenagentur AFP am 2. April, daß der britische Außenminister David Miliband die Hoffnung ausgedrückt habe, daß Simbabwe, nach einer "Stabilisierung" seinen Platz im
"Commonwealth", der Organisation Großbritanniens und seiner 52 ehemaligen Kolonien, wieder einnehmen werde. AFP zitiert Miliband: "Ich hoffe inständig, daß eine neue Regierung in Simbabwe sich dem Commonwealth wieder anschließen wird, und daß das Commonwealth ihr ein warmes Willkommen bereiten wird."

Simbabwe verließ das Commonwealth im Jahre 2003, aus Protest
gegen seine Suspendierung im Jahr zuvor. Mugabe hatte sich geschworen, "niemals wieder in diese verfluchte Organisation einzutreten", die er verließ, um zu verhindern, daß die Briten sein Land "zurück in die Sklaverei stürzen."

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