Britische Bahnarbeiter bestehen auf Wiederverstaatlichung der Eisenbahn

31.12.2008
Britische Bahnarbeiter bestehen auf Wiederverstaatlichung der Eisenbahn admin 31.12.2008

Es sei an der Zeit, die "große Abzockerei bei den Fahrpreisen" zu beenden und die Freibeuter rauszuwerfen, die für den „legalisierten Betrug“, der Anteilseigner auf Kosten der Fahrgäste und Mitarbeiter reich mache, verantwortlich seien. Das verlangte die größte britische Eisenbahnergewerkschaft am 28. Dezember in einer Erklärung in London.

„Die Fahrgäste müssen riesige Preissteigerungen bei Fahrkarten und Saisontickets für überfüllte Züge hinnehmen und haben allen Grund, sich zu fragen, wie die Betreiber solche riesigen Summen als ‚Gewinne‘ bezeichnen können,“ sagte Bob Crow, der Generalsekretär der Transportgewerkschaft RMT. „Die Regierung hat mit großen Summen öffentlicher Gelder die scheiternden Banken gestützt und verstaatlicht. Wenn es jetzt um die Eisenbahn geht, gibt es genug Beweise, dass Steuerzahler und Fahrgäste von einer Wiederverstaatlichung wirklich profitieren würden.“

„Es sieht so aus, als wollten diese Freibeuter, dass alle anderen den Gürtel enger schnallen, um dafür zu sorgen, daß sich die Anteilseigner weiter ungestört an den Futtertrögen mästen können." Auch wenn die Regierung bisher behaupte, dies sei ein gutes Geschäft, hätte der zuständige parlamentarische Sonderausschuss jedoch festgestellt, daß man "die grundsätzlichen Fehler des Franchisingsystems durch noch soviel herumflicken" nicht beseitigen könne und "es Zeit für eine Verstaatlichung sei.“

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