Die französische Zeitung Libération kritisiert die Tatsache, daß die NATO-Kommandeure von der Geschichte und dem Wesen des Afghanistankrieges keinen Schimmer haben.
Die Zeitung schreibt, es gebe eine "Bibel über Afghanistan", in der man alles wissenswerte finden könne: den "Gazetteer". Dieses Buch, das von den Geheimdienstoffizieren des Britischen Empires angelegt worden war, die sich "unter Lebensgefahr" "russischer Agitation" an "den Grenzen" des Empire erwehren mußten, enthalte eine genaues Verzeichnis aller Täler, Dörfer, der Stämme, Klans und ihrer gegenseitigen Verbindungen. Das Ergebnis sei "ein legendäres Werk, welches das Land minutiös beschreibt und alle Informationen enthält, um eventuellen Aufständen mit Gegenaufständen begegnen zu können."
Das Buch, das kürzlich neu aufgelegt wurde, sei auch nach 100 Jahren "absolut zutreffend". Liberation schreibt, diesen Gazetteer hätten die britischen Offiziere trotz seines ärgerlichen Gewichts stets bei sich sich geführt. "Man fragt sich, welcher Kommandeur der ISAF (NATO-Truppen in Afghanistan) es bei sich trägt?"
Genau auf diese Methoden des britischen Empire zur geopolitischen und psychologischen Kontrolle und Manipulation ganzer Bevölkerungen hat Lyndon LaRouche immer wieder hingewiesen. Heute werden auf diese Weise die Fäden für einen neuen Eurasischen Weltkrieg gezogen. Es ist allerhöchste Zeit, nicht mehr darauf reinzufallen.