Britische Polizei bereitet sich auf „Sommer der Wut“ vor

24.02.2009
Britische Polizei bereitet sich auf „Sommer der Wut“ vor admin 24.02.2009

Die britische Polizei bereitet sich auf einen „Sommer der Wut“ vor, da jetzt auch die "Mittelklasse" auf die Straße geht und gegen die Banken demonstriert.  In Griechenland gab es über Wochen Aufstände, aber auch in Irland und Island.

Der für städtische öffentliche Ordnung zuständige Polizeipräsident David Hartshorn erklärte gegenüber dem Guardian, er erwarte, daß die Mittelklasse ihren Ärger durch die Beteiligung an Demonstrationen ausdrücken werde, die auch gewalttätig werden könnten. Wahrscheinlich würden sich solche Demonstrationen vor allem gegen Banken und multinationale Firmen richten. Bereits jetzt sähe man "altbekannte Aktivisten" auf den Straßen, die Unruhe schürten. Während diese Leute bisher wenig Zuspruch gefunden hätten, entstünde jetzt mit der offensichtlichen wirtschaftlichen Verschlechterung, Arbeitslosigkeit und Pfändungen eine andere Situation. Man müsse bei den kommenden Massenprotesten sicherstellen, das diese destruktiven Elemente friedliche Proteste nicht umfunktionieren.

Eines der Hauptziele dieses Jahr, und eine "perfekte Gelegenheit" für gewalttätige Ausschreitungen wird mit Sicherheit das G-20 Treffen im April in London sein. Beobachter befürchten laut Guardian, dass die Polizei überreagieren wird und somit das Gewaltpotential noch erhöht. Auch geht man wohl nicht zu weit, wenn man die Vermutung äußert, daß gewissen politischen Kreisen Ausschreitungen als Vorwand für die Einführung von Notstandsmaßnahmen in einem kollabierenden Finanz-und Wirtschaftsystem durchaus "gelegen" kommen könnten.

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