Das britische Spiel: UK-Banken pumpen Inflation nach Europa

14.09.2007
Das britische Spiel: UK-Banken pumpen Inflation nach Europa admin 14.09.2007

Die Financial Times Deutschland berichtet, dass Barclays und andere
britische Großbanken große Geldmengen von der Europäischen
Zentralbank (EZB) leihen, das Geld in Dollars wechseln und es für die Tilgung ihrer
US-Hypothekenposten verwenden.

Allein am Mittwoch verlieh die EZB 75 Milliarden Euro in dreimonatigen
Ausschreibungen, um auf die Notforderungen von 140 Banken zu reagieren. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass aus irgendwelchen Gründen die Bank of England bei diesem unangenehmen Job, den britischen Banken mit der
dringend benötigten Liquidität auszuhelfen, nicht mithilft (bis zum heutigen Notverkauf von Northern Rock).

Trotzdem haben britische Banken, die nicht Teil des Eurosystems sind, über ihre Zweige in der Eurozone Schritte unternommen, um an Geld der EZB zu kommen.

Die Erklärung der Financial Times und Financial Times
Deutschland verweist auf einen Verfahrenskonflikt zwischen der Bank of England und der
EZB, aber eine von EIR kontaktierte Quelle aus Bankierskreisen bot eine andere Version. Die Quelle sagte, dass die Bank of England nur eine nominale Institution sei und außerdem Straf-Zinsraten fordert. Wenn also eine Großbank um Hilfe bittet, wird dies sofort registriert und ihr Ruf ist geschädigt. Die EZB ist dagegen billig und geheim – solange niemand
etwas durchsickern lässt, so wie es mit Barclay der Fall war. Die Quelle fügte hinzu:
„Es ist ein Spiel, aber die EZB ist gezwungen mitzuspielen, weil, wenn sie eine Bank
untergehen lässt, das gesamte System untergeht.“

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