"Großbritannien, weit davon entfernt, demokratische Institutionen und Kulturen zu hinterlassen, vermachte seinen ehemaligen Kolonien korrumpierte und korrumpierbare Regierungen", schreibt Afrikaspezialistin Caroline Elkins in der gestrigen Washington Post.
"Dazu kam noch eine ausgeprägt koloniale Auffassung von Rechtsstaatlichkeit, durch welche die Briten Rechtssysteme hinterließen, die anstelle offener, verantwortlicher Regierungen Tyrannei, Unterdrückung und Armut beförderten. Und zusätzlich zu diesem Erbe kam noch Großbritanniens berühmte imperiale Politik des ‚Teile und Herrsche‘, die stets eine Seite gegen eine andere ausspielte." Elkins ist Dozentin für Afrikastudien an der Universität Harvard und Autorin des Buches "Imperial Reckoning: The Untold Story of Britain’s Gulag in Kenya" (Henry Holt, 2005).