Ambrose Evans-Pritchard (Daily Telegraph), ein Sprachrohr der City of London, befürchtet, daß das Mega-Rettungs- und „Stimulus"-Paket Gordon Browns dazu führen wird, daß die britische Regierung enorme Geldmengen wird leihen müssen. So viel, daß laut Evans-Pritchard die Gefahr des Staatsbankrottes droht.
Er schreibt am 25. November von der „spürbaren Angst, daß viele Investoren weltweit britische Schulden meiden würden, wenn das Haushaltsdefizit auf 118 Mrd Pfund hinaufschießt – das sind 8% des Bruttoinlandsproduktes – oder wenn sie für das Risiko einfach höhere Preise verlangen." Er verweist darauf, daß Credit Default Swaps (CDS) auf britische Staatsschulden inzwischen bei 86 Basispunkten liegen, etwa bei dem Niveau Portugals. Das ist bedeutend höher als z.B. in den Fällen von Deutschland (35), den USA (43) und Frankreich (49). Premierminster Brown plant derweil, während der nächsten fünf Jahre £540 Mrd neuer Schulden aufzunehmen.
Soviel zur "vorbildlichen" britischen Herangehensweise an die Finanzkrise. Wenn schon ein Sprachrohr der City of London über den kommenden britischen Staatsbankrott schreibt – wäre es wohl besser, Deutschland orientierte sich an den Vorschlägen von Lyndon LaRouche.