Der Ausbau des britischen Atomwaffenarsenals, der im Verteidigungsinvestitionsplan des bisherigen Premierministers Keir Starmer vorgesehen ist, wird erheblich zum weltweiten Anstieg der Nuklearausgaben beitragen, wie er bereits seit einigen Jahren zu beobachten ist. Der Bereich „Nuclear Enterprise“ des britischen Verteidigungsministeriums beanspruchte bereits 18 % des Verteidigungshaushalts, d. h. 10,9 Milliarden Pfund, und der Rechnungsprüfungsausschuss hatte prognostiziert, dass dieser Anteil weiter auf ein Fünftel aller Militärausgaben steigen würde, wie Defense News am 2. Juli berichtete. Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen hatte separat berechnet, dass Großbritannien im Jahr 2025 mit 12,6 Milliarden US-Dollar zur drittgrößten Nuklearausgaben-Nation der Welt aufgestiegen ist und damit Russland überholt hat. Nur die USA und China liegen vor Großbritannien.
Im Mittelpunkt des aktuellen Pakets steht der Sprengkopf „Astraea“, der seit 2020 entwickelt wird, um das veraltete „Holbrook“-Modell zu ersetzen, das auf Trident-II-Raketen eingesetzt wird, wie Defense News anmerkt. „Astraea“ wird laut Angaben der Regierung „parallel“ zum US-Sprengkopf der nächsten Generation, dem W93, entwickelt und wird dessen Wiedereintrittskörper nutzen. Die geschätzte Sprengkraft des neuen britischen Sprengkopfes wird Berichten zufolge zwischen 90 und 455 Kilotonnen liegen, wie aus einer Analyse öffentlich zugänglicher Informationen durch den Nuclear Information Service, einer gemeinnützigen britischen Forschungsorganisation, hervorgeht.
Quelle: eirna.de