Britisches Verteidigungsministerium holt sich Atomkriegsbefürworter als Top-Berater

17.07.2025
Britisches Verteidigungsministerium holt sich Atomkriegsbefürworter als Top-Berater root 17.07.2025

Das Royal United Services Institute (RUSI) gab am 3. Juli bekannt, dass sein stellvertretender Generaldirektor Malcolm Chalmers das RUSI nach 17 Jahren verlassen wird, um  neue Positionen als strategischer Berater von Verteidigungsminister John Healey und Leiter der Abteilung für Bewertung und Herausforderungen im britischen Verteidigungsministerium anzutreten. 

Chalmers, die Nummer zwei des führenden militärpolitischen Instituts der britischen Monarchie, befürwortet öffentlich den Einsatz von Atomwaffen gegen Russland als realistische Option, um Russland im Ukraine-Konflikt zur Kapitulation gegenüber der NATO zu zwingen. Hier zwei der eklatantesten Beispiele für seine Ansicht:

Im Mai 2022 schrieb Chalmers in der Financial Times und auf der RUSI-Website, eine „Kubakrise auf Steroiden“ mit Russland wegen eines Versuchs der Ukraine, die Krim zu erobern, könnte die beste Option sein, um Russland zur Kapitulation zu zwingen. Chalmers räumte ein, dass „es ein Moment extremer Gefahr wäre“, argumentierte jedoch, dass „eine nukleare Krise dieser Art es den Staats- und Regierungschefs erleichtern könnte, schwierige Kompromisse zu schließen“.

Am 24. März dieses Jahres erklärte Chalmers gegenüber Shasnak Joshi, Verteidigungsredakteur des imperialistisch ausgerichteten Magazins The Economist, dass er kein Problem darin sehe, wenn Großbritannien einen Atomschlag gegen Russland von einem seiner U-Boote aus durchführen würde. Er wies die Einwände der Royal Navy zurück, dass ein Atomschlag Großbritanniens gegen Russland die Positionen der strategischen U-Boote Großbritanniens offenlegen würde. Dadurch könnte Russland im Gegenzug die gesamte nukleare Abschreckungsfähigkeit Großbritanniens (bislang nur auf U-Booten) neutralisieren. Das sei ein „lausiges“ Argument, so Chalmers. Man müsse nicht alle Raketen gleichzeitig abfeuern, vielleicht reiche auch eine einzige. Außerdem müsste der Angriff nicht auf eine Großstadt erfolgen; ein „Demonstrationsschlag“ auf eine russische Militärbasis könnte die größeren Opfer vermeiden, die mit der Vernichtung einer Großstadt verbunden wären. Chalmers stimmte Joshis Aussage zu, dass die britischen Streitkräfte keine Megatonnen-Atombomben einsetzen müssten und sagte, eine von der Größe der Bomben auf Hiroshima oder Nagasaki wäre genug!

Dieser Wahnsinnige war Vorsitzender eines der Gremien, die mit der Ausarbeitung der Strategic Defence Review 2025 des britischen Verteidigungsministeriums beauftragt waren. Nun wurde er als dessen „Strategischer Berater“ ernannt.

Quelle: eirna.de

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