Die Bürgermeisterin von Kopenhagen Ritt Bjerregaard (Sozialdemokratin) kündigte am 28. August an, daß Kopenhagen eine Konferenz über die Möglichkeiten und den Nutzen des Baus einer Brücke über den Kattegat unterstützen würde. Die Brücke würde die beiden größten dänischen Städte Kopenhagen und Arhaus mieinander verbinden.
Der Bau der Kattegatbrücke, inkl. einer Hochgeschwindigkeitsmagnetbahnlinie, ist einer der entscheidenden Vorschläge des dänischen Schiller-Institutes, der dortigen Schwesterorganisation der BüSo, um Dänemark in die Eurasische Landbücke zu integrieren.
Die Meldung, daß Kopenhagen das Projekt unterstütze, kam nur wenige Tage, nachdem die Bürgermeister von 15 umliegenden Städten das Projekt wegen der Kosten angegriffen und gefordert hatten, daß die anderen Verkehrsprobleme Kopenhagens zuerst gelöst werden sollten.
In einem Interview mit der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten sagte Ritt Bjerregaard: „Wir haben ein Teleskop vor unser blindes Auge gesetzt und die wirklichen Verkehrsprobleme des Landes zu lange ignoriert. Ich unterstütze die Konferenz, da dadurch ein neuer Fokus auf die Notwendigkeit gelenkt wird, um neue Gedanken für Dänemarks Verkehrspolitik zu formulieren.“ Der Bürgermeister von Arhaus Nicolai Wammen unterstützte den Aufruf.
Diese Entwicklung bedeutet, daß das Kattegatprojekt, wie es das Schiller-Institut vor einem Jahr mit Brücke und Transrapid vorschlug, nun den wenig ambitionierten „Sechs-Städte-Plan“, Dänemarks sechs größte Städte mit gewöhnlichen Mittelgeschwindigkeitseisenbahnen zu verbinden, ersetzt hat.