Auf ihrem Bundesparteitag am 11. Juli in Frankfurt am Main hörten Mitglieder und Gäste der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) zur Eröffnung eine Grundsatzrede der Parteivorsitzenden Helga Zepp-LaRouche, in der sie die Dringlichkeit betonte, gegen die Weltkriegsgefahr zu mobilisieren und den Weg für das neue Paradigma frei zu machen. Sie stellte fest, dass die große Aufgabe für die BüSo darin bestehe, Deutschland von seinem derzeitigen Selbstmordkurs abzubringen. Das bedeute, die Souveränität zurückzugewinnen und „die Macht aus den Händen der Räuberbanden zu entreißen“.
Der bisherige Parteivorstand mit Helga Zepp-LaRouche, Stephan Ossenkopp, Klaus Fimmen und Martin Kaiser als geschäftsführender Vorstand, sowie Alexander Hartmann, Christoph Mohs und Michael Gründler im erweiterten Vorstand wurde nach dem ausführlichen Rechenschaftsbericht des Vorstands wiedergewählt. Es gab eine rege Diskussion zum neuen Grundsatzprogramm der BüSo und zu Aktivitäten.
Der Parteitag erhielt internationale Grußbotschaften, die allesamt zum Ausdruck brachten, dass Deutschland unbedingt eine Leidenschaft für Souveränität finden muss, um zu Frieden und Aufbau in der Welt beizutragen. Die unabhängige US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare sandte eine Videobotschaft, Liliana Gorini (MOVISOL in Italien) und Ulf Sandmark vom Schiller-Institut aus Schweden schickten schriftliche Kurzbeiträge. Jacques Cheminade, Vorsitzender der französischen Partei Solidarité et Progrès, war persönlich anwesend. Er betonte, dass das deutsch-französische Verhältnis wieder einen positiven Beitrag in Europa leisten muss und legte vor dem Hintergrund einer ansonsten trostlosen politischen Landschaft die Bedeutung von S&P für Frankreich dar.
Ulf Sandmark schrieb: “ Wir zollen euch unseren Respekt für euren Widerstand gegen den Krieg. Die Lage ist ernst, und die Kriegspropaganda unserer Regierungen ist massiv. Das jüngste NATO-Treffen in Ankara hat die Spannungen hier in der Ostseeregion verschärft. Da der NATO-Krieg in der Ukraine nicht vorankommt, steigt das Risiko, dass die NATO den Krieg hierher verlagert. Euer Parteitag ist von großer Bedeutung, um die Kräfte für den Frieden zu bündeln und jegliche Stationierung von Atomwaffen in den nordischen Ländern sowie in Deutschland zu verhindern. Der Abstand [zur Russland] ist so gering, dass Verhandlungen [im Kriegsfall] nicht möglich sind. Wir bieten den Russen als „einzige Alternative“ an, diese präventiv auszuschalten. Moskau und St. Petersburg dürfen nicht in Brand gesetzt werden, ebenso wie Berlin, Hamburg, München! Wir dürfen nicht erlauben, daß die EU männliche Immigranten aus der Ukraine in den sicheren Tod an der Front abschiebt.
Wir müssen uns für den Frieden mit Russland und dem Iran einsetzen. Wir müssen die Verbindung mit ihnen wiederherstellen, um China und Indien für einen friedlichen Handel in ganz Eurasien zu erreichen. Wir müssen die Nord Stream-Pipeline, die nicht zerstört wurde, unverzüglich wieder in Betrieb nehmen und Ölimporte über die anderen Pipelines ermöglichen. Wir müssen den Wiederaufbau der von Kriegen zerstörten Ukraine, Westasiens und Afrikas wieder in Gang bringen, unsere Volkswirtschaften nach der Sparpolitik wieder aufbauen und unsere Menschen in Arbeit bringen, um die Welt wiederaufzubauen und weiterzuentwickeln.“