Es geht also doch. Am heutigen Dienstag entschied der Bundesgerichtshof (BHG), die Deutsche Bank habe seinen mittelständischen Kunden, die Firma Ille, über die hohen Risiken eines spekulativen Zinswettengeschäfts nicht ausreichend aufgeklärt (Spread Ladder Swap). Der Vertreter der Bank hatte noch versucht, das Gericht mit der Aussage unter Druck zu setzen, eine solche Entscheidung sei eine Gefahr für das Finanzsystem als ganzes.
Die Tatsache, daß die Deutsche Bank jetzt über eine halbe Million € Schadensersatz an die Firma Ille zahlen muß, ist für die Eigentümer erfreulich. Aber das ist sicherlich die geringste Auswirkung, denn für die Deutsche Bank, sowie andere Banken wird diese Entscheidung Präzedenzcharakter haben. Viele deutsche Kommunen und Unternehmen hatten bei solchen höchst komplizierten Wetten auf die Entwicklung der Zinssätze mehrere hundert Millionen Euro verloren. In[url:“node/4148″] ganz Europa formiert sich der Widerstand[/url] gegen diese Praktiken. In diesem Sinne trägt das heutige Urteil des BGH in der Tat dazu bei, das bankrotte Finanzsystem einen wesentlichen Schritt weiter zum verdienten Grabe zu befördern.
Das Urteil ist eine wichtige Grundsatzentscheidung, die das Prinzip des Gemeinwohls und den Bürger verteidigt. Jetzt muß der nächste, entscheidende Schritt folgen: die Einführung des [url:“trennbankensystem“]Trennbankensystems[/url], um den Giftmüll als ganzen aus dem System zu entfernen und wieder produktiv wirtschaften zu können!