Cheney absetzen, nicht Maliki

11.08.2007
Cheney absetzen, nicht Maliki admin 11.08.2007

Die iranische Führung hat beim Besuch bei Premierminister Nouri al-Maliki in Irak gestern angedeutet, daß sie nun den baldigen Abzug der amerikanischen Truppen befürwortet, – und dies zu einem Zeitpunkt, an dem deutlich wird, daß Dick Cheney Maliki absetzen will. Die iranische Position hat sich von ihrer früheren geändert, wo ein Abzug bis auf eine Stabilisierung der Sicherheitslage im Irak vertagt werden sollte.

Al-Maliki traf sich mit allen hochrangigen Persönlichkeiten: Ajatollah Ali Chamenei, Präsident Mahmud Achmadinedschad, sowie mit dem nationalen Sicherheitschef Ali Laridschani und Vizepräsident Davudi. Laut iranischen Staatsmedien lobte al-Maliki die "konstruktive" Rolle Irans, Terrorismus im Irak zu bekämpfen. Bushs öffentliche Kritik an Maliki in diesem Punkte ist ein Anzeichen dafür, daß Cheney den Premierminister aus dem Weg räumen will.

Chamenei sagte Maliki in Mesched, der heiligen Stadt der Schiiten, daß die Anwesenheit der von den USA angeführten Streitkräfte das"größte Unglück" für den Irak sei. "Die Besatzer behaupten, daß Irak zerstört werden wird, wenn sie das Land sofort verlassen würden. Eher gilt aber, daß wenn die Besatzer abzögen, sich alle irakischen Beamten mit voller Kraft für die Lösung der Probleme des Volkes einsetzen würden", so Khamenei an das Staatsfernsehen. "Die USA versuchen, eine Marionetten-Regierung aufzustellen", fügte er dem hinzu. "Aber die Politik der USA wird bestimmt versagen und das irakische Volk wird in Sieg davontragen."

Al-Maliki soll Chamenei gesagt haben: "Der Irak sollte seine Unabhängigkeit und Würde wiedererlangen. Die irakische Regierung versucht, im Irak Normalität wiederherzustellen." Achmadinedschad sagte Berichten zufolge dem irakischen Premierminister, daß "Iran und Irak beiderseits schwere Verantwortung tragen, Frieden und Sicherheit in der Region aufzubauen."

Maliki besuchte auch Familienangehörige iranischer Offizieller, die von amerikanischen Streitkräften wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in einer elitären Gruppe der revolutionären Garde mit angeblich bösartigen Absichten festgenommen wurden. "Die irakische Regierung wird alles tun, diese Leute frei zu bekommen", sagte Maliki.

Lyndon LaRouche betonte, das amerikanische Bestreben, al-Maliki abzusetzen, sei ein Fehler. Die Glaubwürdigkeit der USA in der Region sei geringer als Null, und jegliche Versuche weiterer Regimwechsel würden die Möglichkeiten zur Stabilisierung vollends untergraben. Es seien bereits zu viele Amerikaner und andere wegen solcher Politik ums Leben gekommen: "Wir müssen schlicht und einfach Cheney aus dem Amt werfen: Werft statt Maliki Cheney raus!

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