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China bildet „nukleare Neulinge“ in Kerntechnik aus

13. Mai 2019 – China bildet im Rahmen eines von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mitfinanzierten Programms Kernphysikstudenten aus nuklearen „Neulingsstaaten“ aus. Die IAEA zahlt die Flugreise der Studenten, und China trägt die Ausgaben für die Studiengebühren und den Lebensunterhalt. 35-40 Studenten werden auf diese Weise jedes Jahr ausgebildet. Im letzten Jahr erhielten 35 Masterstudenten und Doktoranden aus Afrika und Südasien ein Stipendium in China. Die meisten dieser Studenten haben in ihren Heimatländern Kerntechnik studiert, hatten aber dort keinerlei praktische Erfahrung mit dieser Technologie.

Die IAEA nennt in einem Artikel das Beispiel von Michael Kwaku Annor-Nyako, einem Doktoranden aus Ghana. Er arbeitet für die nukleare Aufsichtsbehörde von Ghana „und soll einmal als Experte für die Lizenzierung und Überwachung des geplanten Nuklearprogramms des Landes tätig werden,“ doch vor seiner Reise nach China habe er „noch keinen Kernreaktor in Betrieb gesehen,“ heißt es in dem IAEA-Bericht.

In China, wo sich derzeit 11 Kernkraftwerke im Bau befinden, hat die Ausbildung von Nuklearingenieuren hohe Priorität. Und ZhiJian Zhang, Vizepräsident der Universität Zhejiang, erklärte: „Wo wir schon dabei sind, wollten wir auch Studenten aus Entwicklungsländern Unterstützung anbieten, damit sie von unseren Fachkenntnissen profitieren.“