Die chinesische Regierung kündigte am 27. Oktober an, sie werde an den kommenden G20-Gesprächen über ein neues Bretton Woods am 15. November in Washington teilnehmen. „Die virtuelle Wirtschaft muss mit der Realwirtschaft in Übereinstimmung gebracht werden“, sagte der chinesische Premierminister Wen Jiabao. Er fügte hinzu, die Welt brauche zwar Finanzinnovationen, aber noch mehr brauche sie „Kontrolle, um finanzielle Sicherheit zu gewährleisten.“
Premierminister Wen sprach auf dem 7. Asia-Europe-Meeting (ASEM) Gipfel, an der 27 EU und 16 asiatische Staaten vom 24.-25. Oktober in Peking teilnahmen – die Hälfte davon Länder, an der Konferenz am 15. November in den Vereinigten Staaten teilnehmen werden.
Laut der Webseite des China Daily sagte Wen: „Die Krise hat einige Mängel des gegenwärtigen weltweiten Finanzsystems klar offengelegt. Die internationale Gemeinschaft fordert Reformen sowie die Errichtung eines gerechten und effizienten Weltfinanzsystems." Es sei nicht zu leugnen, daß die Veränderungen der Weltwirtschaft Auswirkungen auf China gehabt hätten.
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy betonte auf dem ASEM-Gipfel, er wolle „konrete Beschlüsse“ auf dem Gipfel in Washington sehen, denn "jeder verstanden, daß man sich nicht bloß zum Reden treffen kann." Laut Sarkozy werden „China, Indien, Südkorea und Indonesien eine große Rolle“ bei dem Gipfel in Washington spielen. Er wiederholte zudem, man könne nicht über Finanzreformen reden und dabei die Frage der Währungen ausklammern.