Die chinesische Zentralbank (People’s Bank of China, PBOC) berief am 29.11. eine Sitzung ein, um „Spekulation im Handel mit virtuellen Währungen einzudämmen”: Sie betonte erneut, daß Stablecoins in China illegal sind, und verwies auf das „Chaos” auf den Märkten für digitale Währungen.
In einer Erklärung nach der gemeinsamen Sitzung von Ministerien, Finanzaufsichts- und Strafverfolgungsbehörden betonte die PBOC: Kryptowährungen „sind kein gesetzliches Zahlungsmittel und haben nicht die gleiche Rechtsstellung wie Fiat-Währungen. Sie können und dürfen nicht als Währung in Markttransaktionen verwendet werden. Aktivitäten im Zusammenhang mit virtuellen Währungen gelten als illegale Finanzaktivitäten. Stablecoins sind eine Art virtuelle Währung und können derzeit u.a. die Anforderungen an die Kundenidentifizierung und Geldwäschebekämpfung nicht wirksam erfüllen. Sie bergen das Risiko der Verwendung für Geldwäsche, Betrug bei der Mittelbeschaffung und illegale grenzüberschreitende Geldtransfers.“ Alle Behörden werden aufgefordert, „Risikoprävention und -kontrolle“ als „dauerhafte Priorität der Finanzarbeit“ umzusetzen.
Dieser Schritt der PBOC beendete den kurzlebigen Versuch der Behörden in Hongkong, Stablecoins zu legalisieren. Hongkong hatte Mitte 2025 eine Stablecoin-Verordnung verabschiedet, mit der ein Lizenzsystem für Stablecoins mit Bezug zu Fiatwährung, u.a. an den Renminbi (RMB) gekoppelte, eingeführt wurde. Große chinesische Technologieunternehmen wollten offenbar Yuan-gestützte Stablecoins ausgeben, doch die PBOC riet ihnen davon ab.
China ist es bisher gelungen, Spekulation vom Geschäftsbankensystem zu trennen und so zu verhindern, daß Finanzblasen im Ernstfall die Realwirtschaft beeinträchtigen. Durch das Verbot von Kryptowährungen schützt Peking weiter die Geldschöpfung als alleiniges Vorrecht der Regierung.