In einem am 17. Juni veröffentlichten Weißbuch werden die jüngsten Initiativen Chinas zur Herstellung von Gleichgewicht und Stabilität in der Weltlage dargestellt, darunter die vier großen Initiativen von Präsident Xi Jinping. Es geht auch auf die Entstehung neuer globaler und regionaler Organisationen wie der BRICS und der SCO ein. Das Dokument legt den Schwerpunkt auf die Erhaltung und den Ausbau des Sicherheitssystems der Nachkriegszeit, das auf den Vereinten Nationen und dem Konzept der staatlichen Souveränität basiert. Das Versagen dieses Systems bei der Lösung einiger der heutigen Krisen erfordert eine Weiterentwicklung und Stärkung.
Das Weißbuch lehnt die Vorstellung, dass eine einzelne Nation oder eine Gruppe von Nationen als Hegemon in der Welt fungieren, eindeutig ab. Es kritisiert die Mentalität des „Der Sieger bekommt alles“ und des „Nullsummenspiels“. Jeder solle einen „Platz am Tisch“ bekommen, anstatt „auf der Speisekarte zu stehen“. Der frühere US-Außenminister Antony Blinken hatte diesen Ausdruck während einer Münchner Sicherheitskonferenz benutzt, um Länder dazu zu bewegen, die Vereinigten Staaten gegen China zu unterstützen.
Das Weißbuch verdeutlicht, dass China sich weder als „Rivale“ anderer Mächte, noch als Teil einer „G2“ sieht, die US-Präsident Trump als Grundlage für seine Beziehung zu Präsident Xi ins Spiel bringt. Es versteht seine Rolle als bedeutende Macht darin, Konzepte vorzulegen, die die Welt sicherer machen und zum Nutzen aller beitragen können.
Quelle: eirna.de