China steigert den Anteil der Kernenergie, um Versorgungssicherheit zu erhöhen

25.03.2008
China steigert den Anteil der Kernenergie, um Versorgungssicherheit zu erhöhen admin 25.03.2008

China wolle beim Bau von Kernkraftwerken aufholen, sagte der Vorsitzende der nationalen Energiebehörde, Zhang Guobao, in Beijing laut China Daily. Kernkraft werde bis 2020 5 % von Chinas gesamter Energieproduktion ausmachen; das sind mehr als die zuvor geplanten 4%. Gegenwärtig liegt der Anteil bei weniger als 2%.

Zhang Guobao betonte während einer Rede auf dem China- Entwicklungsforum am 22.-24. März, man wolle besonders in den Küstenregionen mehr Kernkraftwerke bauen. Dabei geht es vor allem darum, die Notwendigkeit, Kohle vom Norden transportieren und Elektrizität von Westchina zu den Küstenregionen weiterleiten zu müssen, zu vermindern. Ein besonderer Faktor ist auch, daß die Infrastruktur durch den schweren Schneeefall im Januar stark beschädigt wurde.

Die nationale Energiebehörde wurde beim Nationalen Volkskongress diesen Monat zu einem staatlichen Amt aufgewertet. „Wir haben uns entschieden, unsere früheren Ziele für den Einsatz der Kernenergie neu zu bestimmen. Bis 2020 wird das Verhältnis mindestens bei 5 % sein“, so Zhang. Er betonte, Chinas Energiesicherheit sei durch das „zerbrechliche Angebot-Nachfrage-Gleichgewicht“ aufgrund der langen Transportwege in Gefahr. „Alle Seiten haben sich geeinigt, dass Kernkraft die ideale Option für China ist“. Genaue Standorte werden noch diskutiert, aber es ist klar, daß sie sich zuerst auf die östlichen Küstengegenden konzentrieren werden. China verfügt bereits über die entscheidenden Technologien für die Kernkraftentwicklung, will aber auch internationale Zusammenarbeit verstärken.

Ironischerweise plant China außerdem, den "Windkraftweltmeister Deutschland" bis 2013 zu überholen. Aber vielleicht überlegt man sich das noch einmal anders, wenn man sieht, wie die deutschen Politiker viel Wind um nichts erzeugen.

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