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China treibt Bau seiner ersten „Nuklear-Stadt" voran

Die Vorbereitungen für den Baubeginn der ersten Nuklear-Stadt Chinas nahe der Stadt Haiyan an der Küste der Provinz Zhejiang sind inzwischen weit fortgeschritten. Haiyan, rund 110 km südwestlich der Metropole Schanghai gelegen, wird bald einen 128 km² großen Industriepark für die Nuklearindustrie haben, die Baukosten werden auf rund 175 Mrd. $ geschätzt.

Haiyan hat derzeit fünf Kernkraftwerke, außerdem haben hier 18 führende chinesische Unternehmen, die als Zulieferer im Nuklearsektor tätig sind, ihr Hauptquartier, und auch alle großen chinesischen Institute und Baufirmen, die sich mit der Entwicklung von Kernkraftwerken befassen, sind hier vertreten. Die Nationale Chinesische Nuklear-Gesellschaft (CNNC) und die Provinzregierung von Zhejiang wollen den Bau des Entwicklungs- und Ausbildungszentrums für Nuklearkomponenten in Haiyan beschleunigen.

Die „Nuklearstadt" wird im Wesentlichen vier Arbeitsbereiche haben: die Entwicklung der Industrie zur Herstellung von Komponenten zur Ausrüstung von Kernkraftwerken, die Aus- und Fortbildung von Fachkräften für den Nuklearsektor, die industrielle Anwendung der Nuklearwissenschaften für die Medizin, die Landwirtschaft und zur Feststellung und Beobachtung radioaktiver Strahlung, und die Förderung der Nuklearindustrie.

Auf der Internetseite der Nuklearstadt Haiyan heißt es, sie sei angeregt worden durch die Region Burgund in Frankreich, die sich zu einem erfolgreichen Zentrum der Nuklearindustrie in Frankreich entwickelt habe. Mehrere kleine und mittlere Unternehmen im französischen Nuklearsektor haben sich in Burgund angesiedelt, um auf dem globalen Nuklearmarkt auftreten zu können.