China und Pakistan legen 5-Punkte-Friedensplan für Nahost vor

04.04.2026
China und Pakistan legen 5-Punkte-Friedensplan für Nahost vor klaus 04.04.2026

Am 31. März trafen sich der chinesische Außenminister Wang Yi und der pakistanische Vizepremierminister Ishaq Dar in Peking und veröffentlichten gemeinsam eine Fünf-Punkte-Initiative zur Wiederherstellung von Frieden und Stabilität im Persischen Golf und im Nahen Osten. Der Plan sieht Folgendes vor: (1) sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und humanitären Zugang zu allen vom Krieg betroffenen Gebieten; (2) schnellstmögliche Aufnahme von Friedensgesprächen, wobei alle Parteien während der Verhandlungen auf die Anwendung oder Androhung von Gewalt verzichten; (3) Ende der Angriffe auf Zivilisten und nichtmilitärische Ziele, einschließlich Energie-, Entsalzungs- und Strominfrastruktur; (4) sichere Durchfahrt für zivile und Handelsschiffe durch die Straße von Hormus; und (5) einen umfassenden Friedensrahmen auf der Grundlage der UN-Charta und des Völkerrechts.

Mit dieser Ankündigung hat erstmals eine große Weltmacht offiziell einen Weg zur Beendigung des Krieges dargelegt. China ist Irans größter Handelspartner, hat sich jedoch von einer militärischen Unterstützung Teherans distanziert und wiederholt zu einem Waffenstillstand aufgerufen. Pakistan wiederum fungiert als inoffizieller diplomatischer Kanal zwischen Washington und Teheran. Dar erklärte, Islamabad sei bereit, direkte Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten.

Am 3. April definierte Chinas Botschafter in Pretoria, Wu Peng, den Plan gegenüber dem südafrikanischen Staatssender SABC in drei Worten – „Waffenstillstand, Gespräche und Sicherung“. Er bat Südafrika, mit China und Pakistan zusammenzuarbeiten, um Frieden zu schaffen. Der südafrikanische Minister für internationale Angelegenheiten und Zusammenarbeit, Ron Lamola, hat bereits mit seinen Amtskollegen in allen sechs Regierungen des Golf-Kooperationsrats (GCC) gesprochen und anschließend den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi kontaktiert.

Diese diplomatischen Bemühungen laufen parallel zu weiteren regionalen Initiativen. So trafen sich Ägypten, die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan am 29. März in Islamabad und waren sich einig, dass der Krieg „niemandem nützt“ und Dialog „der einzig gangbare Weg“ sei. Die Arbeit dieser Gruppe wird nun durch die chinesisch-pakistanische Initiative sowie Südafrikas Bemühungen, sowohl mit dem GCC als auch mit dem Iran zu sprechen, verstärkt.

Quelle: eirna.de

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