Der China-Pakistan-Wirtschaftskorridor (CPEC) hatte 2013 mit einer Absichtserklärung zwischen dem damaligen pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardar und dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang begonnen. Es handelt sich um ein Infrastrukturprojekt mit Schwerpunkt auf Verkehr und Kraftwerksbau, von Kaschgar in der chinesischen Provinz Xinjiang bis zum Tiefseehafen Gwadar in der pakistanischen Provinz Belutschistan, das China einen direkten Zugang zum Arabischen Meer verschafft; die Strecke umfasst rund 3.000 Kilometer.
Im Vorfeld des Besuchs des pakistanischen Premierministers in China erklärte Senator Muschahid Hussain am 21. Mai den Fortschritt des Projektes. In Phase 1 lag der Schwerpunkt auf Landwirtschaft, Bildung, Industrie, IT und Bergbau und es handelte sich vorwiegend um Regierungsabkommen. Phase 2 wird sich mehr auf die Privatwirtschaft verlagern. Chinas Investitionen von 20 Milliarden Dollar in Phase 1 führten bereits zur Schaffung von 255.000 Arbeitsplätzen, zur Einspeisung von 8.000 MW Strom in das Stromnetz und zum Bau von 600 Kilometern Straßen und Autobahnen.
Im Mai 2025 unterzeichneten die Außenminister Chinas, Pakistans und Afghanistans außerdem ein trilaterales Abkommen, das die Ausweitung des Projekts auf Afghanistan vorsieht. Dies ist für das Binnenland Afghanistan von wesentlicher Bedeutung. Der CPEC gilt als grundlegendes Projekt der Gürtel- und Straßen-Initiative, und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region könnte zur Basis für die Lösung aktueller Konflikte werden.
Quelle: eirna.de