China warnt: Will der Westen die eigenen „bitteren Früchte“ kosten?

02.12.2011
China warnt: Will der Westen die eigenen „bitteren Früchte“ kosten? elke 02.12.2011

„Wenn der Westen rücksichtslos in die Situation in Syrien eingreift, wird die Lage der Region unausweichlich komplizierter und gefährlicher werden“, schrieb die Auslandsausgabe von „People’s Daily (Overseas)“ am 1. Dezember. „People’s Daily“ ist die offizielle Zeitung der Chinesischen Kommunistischen Partei.


„Wenn der Westen rücksichtslos in die Situation in Syrien eingreift, wird die Lage der Region unausweichlich komplizierter und gefährlicher werden“, schrieb die Auslandsausgabe von „People’s Daily (Overseas)“ am 1. Dezember. „People’s Daily“ ist die offizielle Zeitung der Chinesischen Kommunistischen Partei.

Syrien werde gegen Israel reagieren, während die Alliierten Sriens auch nicht untätig bleiben würden. Die „Flammen des Krieges“ würden dann „in jeden Winkel der Region übergreifen.“ Auch Russland sei ein starker Unterstützer Syriens und ein russischer Flugzeugträger auf dem Weg nach Syrien.

„Die historische Erfahrung hat gezeigt, daß die Stabilität des Nahen Ostens von der Machtbalance zwischen den radikalen Ländern und den moderaten Ländern abhängt.“ Wenn der Westen nur auf seine eigenen kurzfristigen Interessen achte, beweise das, daß ihm „das Verständnis von Geopolitik fehlt und daß er kurzsichtig handelt. Wahrscheinlich wird er dann die bittere Frucht, die er gesät hat, selbst in der Zukunft kosten. Deshalb sollte der Westen zweimal nachdenken, bevor er handelt.“

Am Mittwoch hatte das chinesische Verteidigungsministerium über seinen Sprecher Geng Yansheng erklären lassen, die neue amerikanische Doktrin der „integrierten Luft und Seekriegsführung“, die Obama bei seiner Pazifikreise angekündigt hatte, sei eine auftrumpfende Konfrontationstrategie, die die Sicherheit von andern der eigenen Sicherheit aufopfere. Außerdem kritisierte er die amerikanische Entscheidung, de facto eine Militärbasis in Australien aufzubauen. „Militärallianzen sind ein Produkt der Geschichte. Wir glauben, daß jede Stärkung und Ausweitung militärischer Allianzen Ausdruck einer Kalten-Kriegs-Mentalität ist.“

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