Sowohl Reuters als auch die New York Times berichteten am 21. August, dass China sich nicht an den Sanktionen beteiligen oder sich diesen beugen werde, die die Trump-Regierung gegen den Iran verhängen wolle. Die Times vertrat die Ansicht, dass Peking zuversichtlich sei, sich dieser Wirtschaftskriegsführung widersetzen zu können, und dass es den Krieg gegen den Iran als Zeichen amerikanischer Schwäche deute. Die Zeitung zitiert Wu Xinbo, einen führenden Experten für Amerikanistik an der Fudan-Universität und Berater des Außenministeriums: „Diese Drohung zeigt, wie verzweifelt die Trump-Regierung in der Iran-Frage geworden ist. Sie sprechen diese Drohung nicht aus, weil sie glauben, dass sie umsetzbar ist, sondern weil sie keine anderen Optionen mehr haben.“ China verfüge über ausreichende Ölreserven, habe seinen Raffinerien gesetzlich untersagt, Ölexporte aus dem Iran zu umgehen, um den US-Sanktionen nachzukommen, und verfüge über das bereits erprobte Druckmittel seiner Exporte kritischer Mineralien in die USA.
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, wurde gezielt zu den jüngsten Äußerungen von US-Finanzminister Scott Bessent über den bevorstehenden Zusammenbruch der iranischen Wirtschaft befragt. Lin antwortete, dass „China illegale einseitige Sanktionen ablehnt, die keine Grundlage im Völkerrecht haben und nicht vom UN-Sicherheitsrat genehmigt wurden“.
Quelle: eirna.de