Chinas Bestrebungen zur Entwicklung einer kontrollierbaren Kernfusion treten in eine „entscheidende Phase“ ein. Laut Experten und Führungskräften, die auf einer großen Branchenkonferenz in Hefei in der Provinz Anhui zu Wort kamen, sollen in diesem Jahr Beschaffungen im Zusammenhang mit der Fusion im Gesamtwert von fast 10 Milliarden Yuan (1,37 Milliarden US-Dollar) getätigt werden.
Auf der Fusion Energy Technology and Industry Conference 2026, an der mehr als 1.500 Teilnehmer teilnahmen, erklärten die Redner, Chinas Fusionsprogramm sei bereit, von der Forschung zur Entwicklung praktischer Energiesysteme überzugehen. Ein Bericht der China Daily hebt den Burning Plasma Experimental Superconducting Tokamak (BEST) hervor, der derzeit in Hefei gebaut wird und dessen Ziel es ist, bis etwa 2030 einen Netto-Fusionsenergiegewinn und Stromerzeugung zu demonstrieren.
„Die Fusion ist nicht mehr nur ein physikalisches Experiment. Sie wird zu einem energietechnischen Projekt“, sagte Song Yuntao vom Institut für Plasmaphysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. „Die entscheidende Frage ist nun, wie man sie aufbaut, betreibt und wirtschaftlich rentabel macht.“
Der Analyst Xu Qiang von Guotai Haitong Securities sagte, Chinas Vorteil liege in der Kombination „staatlich geführter Forschung mit wachsender Beteiligung des privaten Sektors“, was die Technologieentwicklung beschleunige. Die EAST-Anlage in Hefei hat mit einer Aufrechterhaltung der Plasmatemperaturen von über 100 Millionen °C für mehr als 1.000 Sekunden Weltrekorde aufgestellt, während BEST als nächste Plattform auf dem Weg zu zukünftigen Kraftwerken positioniert ist.
Auch das Interesse der Investoren ist gewachsen. Guotai Haitong schätzt, dass die 2025 aufgelegten börsengehandelten Fonds im Zusammenhang mit der Fusion 70 Milliarden Yuan in den Sektor gebracht haben. Unterdessen kündigte die Hefei Industry Investment Group einen neuen Fusions-Risikokapitalfonds mit einem Startkapital von 1 Milliarde Yuan an, der wichtige Technologien über einen Zeitraum von 15 Jahren unterstützen soll.
Auf der Konferenz wurden auch Pläne zum Bau einer „Fusionsstadt“ im Kreis Changfeng in Hefei bekannt gegeben, die Forschungscampus, Industriecluster und Wohnanlagen integrieren und mit großen Ingenieurprojekten verbunden werden soll.
So sieht eine Gesellschaft aus, die sich an der Zukunft orientiert. Nicht an der Zukunft von Quartalsgewinnen, Social-Media-Hysterie oder geopolitischen Schauspielen – sondern an der Zukunft der menschlichen Zivilisation selbst. Eine Nation, die sich der Fusion verschrieben hat, ist eine Nation, die sich der Idee verschrieben hat, dass Fortschritt real ist, dass Entwicklung möglich ist und dass die Würde der Arbeit und der Freude an Entdeckungen keine Slogans, sondern eine Mission sind.
Quelle: eirna.de
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