Chinas Regierung ergreift Notmaßnahmen, um Hyperinflation zu verhindern

26.11.2010
Chinas Regierung ergreift Notmaßnahmen, um Hyperinflation zu verhindern admin 26.11.2010

Die von FED-Chef Bernanke verursachte hemmungslose Inflationierung des Dollars bedroht insbesondere alle Länder mit großen Dollarguthaben, wie China und Japan, aber auch jene, die sich erneut einer Flut spekulativer Gelder ausgesetzt sehen. Chinas Staatsrat folgte jetzt der Empfehlung der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission vom 10. November und beschloß, streng gegen jede Form der Rohstoffspekulation vorzugehen. In einem Rundbrief, der am Sonntag veröffentlicht wurde, gab der Staatsrat bekannt, daß es „Anzeichen dafür gibt, daß einige gewissenlose Subjekte heißes Geld und Betrug, Preisabsprachen, Wucher, Horten und andere unsaubere Mittel benutzen, um Rohstoff- und Landwirtschaftspreise zu manipulieren." Deshalb müßten die Preiskontrollverordnungen verbessert, die Strafen für Verstöße erhöht und verstärkt gegen „bösartige Spekulation" vorgegangen werden, um so Ordnung in Märkten und Preisen zu halten.

Lokale Regierungen und Ministerien sind aufgerufen, die landwirtschaftliche Produktion anzukurbeln und die Versorgung mit landwirtschaftlichem Gerät und Kunstdünger sicherzustellen, um so die Kosten von Agrarprodukten zu verringern. Auch sei die ausreichende Kohle-, Strom-, Öl- und Gasversorgung zu gewährleisten. … Das Kabinett drängt untergeordnete Stellen, die Bemühungen beim Gemüseanbau zu verstärken und die Getreide- und Speiseöl-Produktion auszuweiten, um einer Verknappung vorzubeugen. Um Lieferkosten zu reduzieren, werden Straßengebühren für LKW, die frische Landwirtschaftsprodukte und Tiere transportieren vom 1. Dezember an verboten. Der Staatsrat verpflichtet auch lokale Regierungen, die Preise für Strom, Gas und die Eisenbahntarife für Kunstdüngerproduzenten zu senken und die Kohle- und Ölversorgung sicherzustellen. Er fordert auch die lokalen Regierungen auf, zeitlich begrenzt Hilfsgelder für Menschen in Not auszuzahlen und die Beihilfen für arme Schüler und Studenten zu steigern.

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