Nachdem diese Woche zuerst US-Außenminister Pompeo seine Tiraden gegen China in der Bild-Zeitung verbreitete, folgte am nächsten Tag in der Bild eine ganzseitige Auflistung von Schadensersatzforderungen an China wegen angeblicher Unterdrückung wichtiger Informationen über die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie! Dazu veröffentlichte die Sprecherin der Chinesischen Botschaft in Deutschland einen Offenen Brief an die Redaktion der Bild. Dieser spricht für sich. Im Interesse der Völkerfreundschaft und der Wahrheit finden sie hier den link zum Text.
Was die in diesem Brief erwähnte Henry-Jackson Society angeht, auf die sich die BILd Zeitung bezieht,so ist dies dieselbe imperiale Kriegsfraktion eben der Neocons, die für die unseligen Regimewechselkriege der letzten Jahrzehnte ebenso wie für die Russiagate-Kampagne gegen Präsident Trump verantwortlich sind und die in dieser schweren Krise der ganzen Zivilisation das Klima zwischen den Nationen weiter vergiften wollen – frei nach der britisch-imperialen Devise: Teile und Herrsche. Deutschland muß diese agressive Politik zurückweisen und stattdessen das lebenswichtige neue Paradigma globaler Zusammenarbeit voranbringen!
Die Henry Jackson Society (HJS) ist eine Nachfolgeorganisation des britisch-imperialen Round Table und setzt sich wie dieser für das Ende souveräner Nationalstaaten ein. Schon Ende 2012 propagierte die HJS in einem Papier ihres Kommunikationsdirektors Michael Weiss eine Intervention in Syrien. Damals hiess es, die Intervention könne mit präventiven Luftangriffen von Briten, Franzosen, Türken und Amerikanern beginnen, gefolgt von einem Angriff am Boden mit Sondereinheiten, um eine „syrische Sicherheitszone“ einzurichten. Dieses „syrische Bengasi“ könne dann als Basis für Aufständische dienen, u.a. mit einer Zentrale für verschlüsselte Kommunikation und Radio- und Fernsehsendungen eines „Freien Syrien“. Wir wissen, wie diese Geschichte weiterging.
Die HJS ist eng mit den amerikanischern Neocons, die die Politik der Regierung George W. Bush prägten, verbunden – wie Richard Perle, William Kristol, Josh Muravchik, aber auch James Woolsey (CIA-Direktor unter Präsident Bill Clinton) und Obamas nächstem Botschafter in Moskau, Michael McFaul. Auf britischer Seite waren 2012 führende Mitglieder Michael Ancram, 13. Marquis von Lothian und Enkel des Round-Table-Führers Philip Kerr, und Sir Richard Dearlove, von 1999-2004 Chef des britischen Geheimdienstes SIS unter Tony Blair – als solcher mitverantwortlich für die Propagandalügen, die zur Rechtfertigung de Irakkrieges verbreitet wurden.
Dearlove hielt seine schützende Hand über Christopher Steele, u.a. Autor des Schmutzdossiers in der fehlgeschlagenen, britisch orchestrierten Russiagate-Kampagne gegen Präsident Trump. Die Henry Jackson Society vertritt die Linie, Großbritannien solle die „revisionistischen“ Tendenzen in den Vereinigten Staaten, Rußland und China bekämpfen. (Das bedeutet auf die USA bezogen, die Politik Trumps, mit China und Rußland enger zusammenzuarbeiten). Nach dem Brexit müsse Großbritannien seine Rolle als strategischer Hegemon in der NATO aufrechterhalten und verhindern, daß Deutschland, Frankreich oder Rußland zu führenden Mächten auf dem eurasischen Kontinent aufsteigen. Diese geopolitische, von Halford Mackinder und A.J. Strykman geprägte Maxime, auf die die HJS sich beruft, war für Jahrhunderte die Strategie des Empire, und hatte zwei Weltkriege zur Folge.
Helfen Sie mit, stattdessen ein neues Paradigma globaler Entwicklung voranzubringen – die internationale Konferenz des Schiller-Instituts am 25./26.April bietet dafür die beste Möglichkeit!