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Chinesischer Top-Moderator Yang Rui fordert Rückkehr zur Wahrheit in der Weltpolitik

17. April 2018 – Der chinesische Starmoderator Yang Rui hat in seiner viel gesehenen Sendung auf Chinas internationaler englischsprachiger Fernsehstation CGTN die weit verbreiteten Lügen über die Weißhelme in Syrien offengelegt und die Scheinheiligkeit des Westens im Umgang mit der Wahrheit attackiert.

Seiner Ansicht nach werde Naziproganda benutzt, um Kriegsgreuel zu rechtfertigen. Gute Journalisten, so Yang Rui,  müßten die üble Rolle der Weißhelme anprangern. Diese hätten ein provisorisches Studio eingerichtet, um fiktive Aufnahmen von Greueltaten zu produzieren, für die sie dann die  Regierung Assad verantwortlich machten. IS-Kämpfer posierten als freiwillige Helfer, die als Weißhelme verkleidet am Tage unschuldige Zivilisten retten, nur um nach Einbruch der Dunkelheit wieder zu Scharfschützen zu werden. Kinder und Mütter wurden als Instrumente für Kriegspropaganda mißbraucht.

Mit Blick auf das Russiagate in den USA und die Skripal-Affäre in England stellte Yang die Frage, warum in beiden Fällen Rußland die Beteiligung an einer unabhängigen internationalen Unterssuchung verweigert wurde. Ist das die Rückkehr zum Kalten Krieg? Was steckt dahinter? Leben wir in einer postfaktischen Welt, in der Gerüchte ideologisch motiviert sind, um eine sich selbst erfüllende Prophezeiung zu rechtfertigen? Welche Rolle spielt dabei der mächtige militärisch-industriellen Komplex? So einige der Fragen des Journalisten.

Warum hat China im UN-Sicherheitsrat mit Rußland gestimmt? China begann verbittert zu werden, als Präsident Trump von Falken wie Peter Navarro und John Bolton bedrängt wurde, so Yang. China und Rußland hätten gemeinsam eine rote Linie definiert, um den Mißbrauch von UN-Resolutionen zu verhindern.

China habe eine inklusive und unabhängige internationale Untersuchung gefordert, die nicht von verfälschten Geheimdienstberichten der Art kompromittiert werden, die 2003 zum Irakkrieg führten. Die erfundenen Greueltaten, die der verlogene Ahmed Chalabi, Chef der irakischen Nationalversammlung im Exil, in die Welt setzte, seien von der Regierung Bush damals schnell als Wahrheit hingestellt worden.

Yang sagte, China unterschätze nicht die Wirkung von Propaganda in Zeiten geopolitischer Rivalitäten oder sogar im Namen des Kampfs gegen den Terrorismus, und China sei sehr besorgt, daß die Wahrheit in der Innenpolitik oder bei geopolitischen Streitigkeiten als erstes auf der Strecke bleibt.