Chinesisches Fernsehprogramm CCTV-9 sendet Interview mit „Seidenstraßenlady“ Helga Zepp-LaRouche

15.04.2014
Chinesisches Fernsehprogramm CCTV-9 sendet Interview mit „Seidenstraßenlady“ Helga Zepp-LaRouche elke 15.04.2014

Hier geht’s zum gestern – gleich mehrfach gesendeten – [url:“http://newparadigm.schillerinstitute.com/blog/2014/04/23/hzl-cctv-silk-road/“]Interview mit der „Seidenstraßenlady“ Helga Zepp-LaRouche[/url] in der populärsten Talkshow des chinesischen englischsprachigen Fernsehkanals [url:“http://english.cntv.cn/2014/04/15/VIDE1397509201006737.shtml“]CCTV-9[/url]. Es folgt eine Zusammenfassung des Interviews, das während des kürzlichen China-Besuches von Frau Zepp-LaRouche aufgenommen wurde.


Hier geht’s zum gestern – gleich mehrfach gesendeten – [url:“http://newparadigm.schillerinstitute.com/blog/2014/04/23/hzl-cctv-silk-road/“]Interview mit der „Seidenstraßenlady“ Helga Zepp-LaRouche[/url] in der populärsten Talkshow des chinesischen englischsprachigen Fernsehkanals [url:“http://english.cntv.cn/2014/04/15/VIDE1397509201006737.shtml“]CCTV-9[/url]. Es folgt eine Zusammenfassung des Interviews, das während des kürzlichen China-Besuches von Frau Zepp-LaRouche aufgenommen wurde.

Der wichtigste englischsprachige Fernsehsender Chinas, CCTV-9, sprach mit der „Seidenstraßen-Lady“ über die Weltlage – Helga Zepp-LaRouche gibt Interview in beliebter chinesischer Radiotalkshow

Ein Interview mit Helga Zepp-LaRouche, der Präsidentin des Schiller-Instituts, wurde am 14. April in der beliebtesten Talkshow des wichtigsten englischsprachigen Fernsehsenders in China, CCTV-9, gesendet. Frau Zepp-LaRouche wurde vorgestellt als die „Neue Seidenstraßen-Lady“, und sie berichtete in dem Programm über ihren Einsatz für dieses Projekt in den letzten 20 Jahren, der ihr diese Bezeichnung einbrachte.

Der Moderater Yang Rui wies darauf hin, daß die Idee auch schon am Ende des 19. Jahrhunderts von Sun Yat-sen vertreten wurde. Frau Zepp-LaRouche bestätigte, daß Suns Einfluß dazu beigetragen hatte, daß sie die Idee aufgriff, die wiederum von Abraham Lincoln und dem Bau der transkontinentalen Eisenbahnen in den Vereinigten Staaten inspiriert war. Sie stellte die Idee der Seidenstraße den monetaristischen Konzepten gegenüber, bei denen die Menschen bloß daran denken, wie sie „billig einkaufen und teuer verkaufen“ können, und getonte, daß im Gegenteil „die wahre Quelle des Reichtums die Kreativität der Menschen“sei. Wenn man aus der gegenwärtigen Krise herauskommen wolle, müsse man zu den Ideen zurückkehren, die in der Vergangenheit zur Industrialisierung führten.

Sie lobte die Vorschläge von Chinas Präsident Xi Jinping, sagte aber auch, daß es nicht bloß darum gehe, Verkehrswege zu schaffen, sondern darum, die Wirtschaft auf eine „völlig neue Plattform“ zu stellen. Man müsse neue Wasservorkommen erschließen, etwa durch die Umleitung von Flüssen und die nukleare Wasserentsalzung. Das Ziel müsse es sein, den Lebensstandard in den armen, landeingeschlossenen Regionen auf ein Niveau anzuheben, wie es in den Regionen an den Küsten und den großen Flüssen erreicht wurde.

Yang Rui zitierte dann einige negative Kommentare russischer Vertreter über die Idee der Neuen Seidenstraße. Frau Zepp-LaRouche antwortete, ihr Eindruck aus den Gesprächen mit ihren russischen Freunden sei es, daß das Konzept aufgrund der Entwicklungen in der Ukraine sehr viel positiver eingeschätzt würde als das früher vielleicht der Fall gewesen sei. Auch der russische Präsident Wladimir Putin unterstütze das Projekt, und seine Haltung sei absolut entscheidend. Sie betonte: „Wir befinden uns an einem gefährlichen Moment in der Geschichte. Entweder treten wir in eine neue Ära der Menschheit ein, oder wir werden vielleicht nicht mehr existieren.“

Yang Rui fragte auch nach der Rolle des Iran. Dies erlaubte es Frau Zepp-LaRouche, auf das umfassendere Programm zur Entwicklung der gesamten südwestasiatischen Region und die Notwendigkeit, die Wüsten zu begrünen und Prosperität und Entwicklung in die trockenen Regionen des Nahen Ostens und Südasiens zu bringen. „Infrastruktur ist der Schlüssel zur Entwicklung“, betonte sie.

Auch die Lage in Afghanistan und das Rauschgiftproblem wurden angesprochen. Sie erklärte, es sei absolut möglich, den Drogenhandel und die Geldwäsche zu bekämpfen, aber der Schlüssel dazu sei es, einen Entwicklungskorridor zu schaffen, der den Menschen in der Region Hoffnung gebe. Und dazu sei es notwendig, daß alle Nachbarstaaten zusammenarbeiten, um die Region als ganze zu entwickeln.

Auf die Frage nach Präsident Xis Vorschlag der „maritimen Seidenstraße“ sagte sie, dies sei ein exzellenter Vorschlag, und berichtete dann über solche Projekte wie den Kra-Kanal, der das Südchinesische Meer mit dem Indischen Ozean verbinden soll.

Yang Rui fragte dann, wie all das verwirklicht werden könne, angesichts der Haltung der Vereinigten Staaten. Sie antwortete, es gebe auch ein anderes Amerika, für das z.B. der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs General Martin Dempsey stehe, der davor gewarnt hatte, die wachsende Prosperität Chinas als Bedrohung zu sehen, und berichtete über Dempseys Warnung vor der „Thukydides-Falle“. Sie sagte: „Wir brauchen eine Änderung in der amerikanischen Politik. Die derzeitige amerikanische Politik steht im Widerspruch zur US-Verfassung. Und viele Menschen sprechen über eine Änderung, sogar die Leute im Kongreß.“

Auf die Frage, ob die Bevölkerung in der Ukraine – die sie ja schon erwähnt hatte – eine Änderung wolle, oder ob es ein Konflikt zwischen den USA und Rußland sei, antwortete Frau Zepp-LaRouche: „Das war das Resultat der Politik der Regimewechsel, die mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann. Jetzt ist es noch viel schlimmer, denn die Gewalttaten werden von den Nazis verübt. Und die EU und die USA unterstützen die Nazis in der Ukraine.“

Zum Abschluß bedankte sich Yang Rui für „ein sehr aufschlußreiches Gespräch“, und fragte, was sie über die Politik der Regierung Xi denke. „Ich denke, sie macht exzellente Arbeit“, antwortete Frau Zepp-LaRouche. „Premier Lis Besuch in Rumänien war sehr gut. Sie müssen verstehen, daß das Finanzsystem der transatlantischen Zone kollabiert. Und wir müssen zu einem Trennbankensystem zurückkehren, wie es unter Franklin Roosevelt geschaffen wurde.“

CCTV-9 ist eines der wichtigsten Medien in der englischsprechenden Welt für alle, die sich für China interessieren. Und es wird auch von der chinesischen Führung genau verfolgt. Teile des Interviews wurden auch von chinesischsprachigen Sendern übernommen.

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