Das Projekt „Messina-Brücke“ wird mit Brunelleschis Domkuppel in Florenz verglichen

09.08.2025
Das Projekt „Messina-Brücke“ wird mit Brunelleschis Domkuppel in Florenz verglichen root 09.08.2025

Die endgültige Genehmigung des seit langem geplanten Brückenprojekts über die Straße von Messina durch die italienische Regierung am 6. August hat Freude und Begeisterung unter italienischen Patrioten ausgelöst und die transatlantischen Eliten in Aufruhr versetzt. Die Messina-Brücke ist ein wichtiger Bestandteil des Nord-Süd-„Korridors 5“ des transeuropäischen Netzes. Dieser soll Europa näher an den afrikanischen Kontinent heranführen, um die gegenseitige Entwicklung zu fördern.

Seit 2013 hat sich die BüSo für den Bau dieser Brücke als einem der zentralen Infrastrukturprojekte Europas eingesetzt, wie in dieser Broschüre: „Es gibt ein Leben nach dem Euro: Ein Programm für ein Wirtschaftswunder in Südeuropa, Afrika und Nahost“ (s. Seite 30).

Die Brücke über die Meerenge von Messina wird die sizilianische Hauptstadt Palermo und die sizilianischen Häfen mit dem italienischen Nord-Süd-Hochgeschwindigkeitsbahnnetz verbinden (250 km/h für Passagiere, 120 km/h für Güter). Sobald Palermo von Berlin aus in acht Stunden erreicht ist, ist Tunesien nur noch 40 Flugminuten entfernt. Ihre Bedeutung wurde im „Programm für ein Wirtschaftswunder in Südeuropa und im Mittelmeerraum“ hervorgehoben, das 2012 von EIR veröffentlicht wurde. Damals wurden auch andere Ideen für eine Verbindung zwischen Tunesien und Sizilien über eine Brücke oder einen Tunnel beschrieben.

Die Messina-Brücke wird eine 3,3 Kilometer lange Einfeld-Hängebrücke sein und damit die längste der Welt werden (derzeit ist die Çanakkale-Brücke über die Dardanellen in der Türkei mit 2,02 Kilometern die längste Hängebrücke). Ihre Pylone werden 400 Meter hoch sein, so hoch wie das Empire State Building. Sie wird Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und Erdbeben der Stärke 7,1 auf der Richterskala standhalten können. Für ihren Bau mussten mehrere technische Herausforderungen bewältigt werden. Giuseppe Gelardi, Präsident der Lega Salvini Calabria Group, verglich sie mit Brunelleschis Kuppel in Florenz. „Viele sagten, es sei unmöglich“, erklärte er der Nachrichtenagentur StrettoWeb, „genauso wie im 15. Jahrhundert behauptet wurde, die Kuppel von Santa Maria del Fiore könne nicht gebaut werden. Doch Filippo Brunelleschi hat sie gebaut und damit die Geschichte der Architektur für immer verändert. Genauso tritt heute die Brücke über die Meerenge, die lange verspottet und abgelehnt wurde, endlich in die Umsetzungsphase ein.“

Ein Video, das am 7. August von Webuild, dem italienischen Unternehmen des Interlink-Konsortiums, das die Brücke bauen wird, veröffentlicht wurde, zeigt die technischen Herausforderungen der längsten Hängebrücke der Welt.

Aufgrund ihrer Funktion im Hinblick auf die Integration Europas und Afrikas wurde die Brücke von den transatlantischen Finanzeliten und ihren grünen Schocktruppen gehasst und bekämpft. Ihnen ist es gelungen, ihren Bau jahrzehntelang zu sabotieren und zu verzögern. Jetzt machen sie sich nicht einmal mehr die Mühe, ihre Frustration zu verbergen, auch wenn dies mehr als lächerlich ist. So schrieb etwa Robin Brooks, Senior Fellow für Weltwirtschaft und Entwicklung bei der Brookings Institution auf X: „Italiens Brücke nach Sizilien ist ein Geschenk an Putin, denn sie trägt nichts dazu bei, Europa wirklich vor russischer Aggression zu schützen, während sie knappe finanzielle Mittel – von denen Italien ohnehin wenig hat – von dem abzieht, was Europa wirklich schützen würde.“  Vor seiner Tätigkeit bei Brookings war Brooks Geschäftsführer und Chefökonom am Institute of International Finance (IIF) und davor Chef-Devisenstratege bei Goldman Sachs in New York. 

Quelle: eirna.de

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