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Davos: China bestimmt die globale Tagesordnung

Mit seiner 80köpfigen Delegation, darunter etliche einflußreiche Geschäftsleute, hat Chinas Beteiligung am [i]Weltwirtschaftsforum[/i] (WEF) in Davos in der Schweiz großes Aufsehen erregt. Premierminister Li Keqiang hielt dort am 21. Januar die Hauptrede der Eröffnungssitzung, die dem Thema „Der neue globale Kontext“ gewidmet war.

Wie Chinas offizielle Nachrichtenagentur [i]Xinhua[/i] berichtete, will Li der Welt „eine klare Botschaft des Vertrauens auf die Aussichten der chinesischen Volkswirtschaft und anderer aufstrebender Volkswirtschaften angesichts des andauernden globalen wirtschaftlichen Gegenwinds“ übermitteln. Chinas hochprofilierte Beteiligung sei „ein Indikator des wachsenden weltweiten Engagements des asiatischen Giganten und seiner starken Initiative, um zur Bestimmung der globalen Wirtschaftsagenda beizutragen“. China versuche, eine neue Welt zu gestalten, in dem es solche Konzepte wie „den chinesischen Traum“ und die „Schicksalsgemeinschaft“ präsentiert und solche Initiativen wie „Ein Gürtel, eine Straße“ und „eine neue Art der Beziehungen zwischen den großen Nationen“ ins Leben rufe.

WEF-Gründer Klaus Schwab wies gegenüber [i]Xinhua[/i] auf das großes internationales Interesse an China hin. „Auch das Interesse an [Chinas] politischem Weg, seiner wirtschaftlichen Entwicklung und der Evolution seines Gesellschaftsmodells wächst in aller Welt“, betonte er. Eine Sondersitzung des WEF hat den Titel „Der neue chinesische Kontext“ und wird der Diskussion der „neuen Normalität“ der chinesischen Wirtschaft und ihrer Konsequenzen für die Weltwirtschaft gewidmet sein. Chinas Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Wu Hailong, betonte gegenüber [i]Xinhua,[/i] es bestehe ein enger Zusammenhang zwischen Chinas Entwicklung und dem „neuen globalen Kontext“.

[i]Xinhua[/i] erwähnt auch den jüngst erschienenen Bericht des WEF mit dem Titel „Globale Risiken 2015“, der auf die Gründung der BRICS-Entwicklungsbank und der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) hinweist, die, wie [i]Xinhua[/i] erläutert, „Chinas aktive Rolle bei der Neugestaltung der Weltwirtschaft reflektieren“.