Der Rhein als „Schatten seiner selbst“

18.08.2026
Der Rhein als „Schatten seiner selbst“ fabian 18.08.2026

Der Wasserstand des Rheins ist so niedrig wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. An der Engstelle bei Kaub beträgt der Pegelstand acht Zentimeter und liegt damit 17 Zentimeter unter dem bisherigen Tiefststand aus dem Dürrejahr 2018.

Eine Beobachtung vor Ort in der Nähe von Wiesbaden ergab, dass auf dem sonst so stark befahrenen Rhein praktisch kein Schiffsverkehr mehr herrscht. Schiffe, die unterhalb von Kaub fahren, transportieren nur einen Bruchteil ihrer normalen Ladekapazität, während einige Reeder den Betrieb aufgrund der hohen Kosten gänzlich eingestellt haben.

Der Hessische Bauunternehmerverband meldet längere Lieferzeiten für den Bau von Wohngebäuden und Schulen, da Sand, Kies und andere Baustoffe per Schiff transportiert werden. Die Lieferanten haben Engpässe angekündigt, sollte der Niedrigwasserstand anhalten – wovon der Verband derzeit ausgeht. Laut Thomas Reimann, Präsident des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen und selbst Bauunternehmer, sei der Preisanstieg noch verkraftbar. Seiner Erfahrung nach sinken die Preise jedoch selten wieder, sobald sie einmal gestiegen sind.

Die Folgen des niedrigen Rheinpegels sind der dritte Rückschlag für die deutsche Industrie nach den hohen Energiekosten aufgrund der Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland und des Konflikts zwischen den USA und dem Iran.

Quelle: eirna.de

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