BüSo-Kandidaten stellen sich vor – Landtagswahl. Stephan
Hochstein tritt im Wahlkreis 15 – Köln III für die BüSo zur
Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen an.
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„Millionen beschäftigen sich, daß die Gattung
bestehe;
aber durch wenige nur pflanzet die Menschheit sich fort. Tausend Keime
zerstreuet der Herbst, doch bringet kaum einer Früchte; zum Element
kehren die
meisten zurück. Aber entfaltet sich auch nur einer, einer allein streut
eine
lebendige Welt ewiger Bildungen aus.“ (Friedrich Schiller, Die
verschiedene Bestimmung)
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In Zeiten großer Krisen wie der heutigen, wo das
Konstrukt
der Europäischen Union auseinanderzubrechen droht und Deutschland
gezwungen
wird, die Überbleibsel der eigenen Wirtschaft zu opfern, ist es
notwendig, daß
einzelne Menschen aus dem Schatten treten und aufstehen, um die
Bevölkerung zu
schützen. Der Präsident von Island und das Verfassunggericht von
Lettland haben
in jüngster Vergangenheit bestätigt, daß man, wenn der Wille da ist, die
Bevölkerung vor fremden Finanzintessen zu schützen und für die
Interessen der
Menschen handeln kann.
Ich möchte das in Deutschland nicht alleine tun,
aber es ist
notwendig, daß die Mutigen mit mir zusammenarbeiten und die kulturelle
Geschichte von Deutschland und Europa verteidigen. Es ist heute nicht
nur
wichtig, die Finanz- oder Gesellschaftsprobleme der Gegenwart zu lösen,
sondern
auch die Kämpfe, die in der Vergangenheit von wahren deutschen Patrioten
wie
der Weißen Rose oder echten Industriepionieren ausgefochten wurden,
weiterzuführen. Wenn wir in Deutschland heute resignieren und den
kulturellen
und materiellen Wohlstand aufgeben wollen, weil uns die
Vorstellungskraft
fehlt, eine bessere Gesellschaft aufzubauen, dann ist es so, als ob all
diese
Mühen in der Geschichte umsonst gewesen wären.
Vor allem Nordrhein-Westfalen kann stolz auf seine
industrielle Geschichte zurückblicken, Lehren aus dem Mißgeschick des
Strukturwandels ziehen und schnellstmöglich wieder eine Vorbildfunktion
für
ganz Deutschland übernehmen. Was all die Pioniere wie Haniel, Harkort,
Mannesmann oder auch Krupp geleistet haben, hat den Lebenstandard erhöht
und
die Arbeitsleistung von der dreckigen Muskelkraft hin zur maschinellen
Produktion umgeleitet. Viele dieser Pioniere mußten ein entbehrliches
Leben und
den Bankrott in Kauf nehmen und konnten erst in der nächsten Generation
die
Früchte ihrer Entdeckungen in voller Blüte betrachten.
Nur ein weitsichtiger Staat, der über den
jährlichen
Tellerrand hinausblickt, wieder in Generationen denkt und jetzt schon
anfängt,
sich den Herausfoderungen der Zukunft zu stellen, hat eine Berechtigung
für die
Ewigkeit und kann Millionen solcher Persönlichkeiten hervorbringen. Mit
meinem
persönlichen Einsatz möchte ich dazu beitragen, daß unsere Wirtschaft
und das
menschliche Potential vor dem Bankrott geschützt wird.
Nach diesem ersten wichtigen Schritt müssen unseren
Bürgern
und der Produktion wieder Herausforderungen gestellt werden, damit
solchen
Hirngespinstern wie der Abwrackprämie eine klare Antwort erteilt wird: nie
wieder. Die ihr zugrundeliegende Fehlinterpretation von Wirtschaft,
nämlich, daß diese nur auf Vermehrung beruhe, stößt nun an ihre Grenzen.
Wenn dieser Punkt erreicht ist, stellt sich die
Notwendigkeit, einen technologischen Sprung zu machen, damit wir unseren
Rohstoffen und unserer Arbeitskraft wieder eine Bedeutung geben.
Der Großteil unserer Süßwasservorkommen wird knapp,
unsere
auf Erdöl beruhende Wirtschaft verbrennt wertvolle, nutzbare chemische
Substanzen. Der weltweite Energieverbrauch wächst, und deshalb sind die
Entwicklung und Einführung neuer Rohstoffe in der Medizin oder den
Werkstoffwissenschaften erforderlich. Zudem gibt es noch immer zuviele
parasitäre oder mikrobiologisch verursachte Ernteausfälle oder
Kontaminationen
von Lebensmitteln, um nur einige wichtige Probleme zu nennen. Diesen
Herausforderungen müssen wir uns sofort stellen, um den Lebensstandard
jedes
Menschen auf ein gesundes Niveau zu bringen. Dafür setzte ich mich ein.
Für diese Probleme gibt es eine Lösung, nämlich,
den grünen
Schimmel und die emotionale Angst vor dem echten Wachstum der Menschheit
aus
unseren Köpfen zu vertreiben und wieder teilzunehmen an einer neuen
Industriellen Revolution, die ein immenses Investitionsprogramm in die
Kernkraft inklusive der Forschung an neuen Isotopen vorraussetzt.
Der damit verbundene Forschungsdrang, der schon
einmal vor
etwa 100 Jahren in Deutschland herrschte, schafft nicht nur auf diesem
begrenzten Gebiet Arbeitsplätze. Es erfordert auch den Bau neuer
Maschinen, die
Entwicklung der Laserindustrie und den Bau einer Infrastruktur inkl.
neuer
Transport- und Versorgungsstrecken.
Vor allem aber gibt uns dieser neue
Forschungsdrang, ins
Unbekannte vorzustoßen, das Selbstwertgefühl und die Leidenschaft,
Mensch zu
sein, wieder zurück. Jeder darin enthaltene neue Arbeitsplatz ist Teil
einer
Wirtschaftpolitik, die für die Menschheit arbeitet.
Wählen Sie deshalb mich in den Landtag, damit das
Land der
Dichter, Denker und Erfinder nicht um die Ecke gebracht wird, weil wir
weiterhin einer Wirtschaft ohne Ziel, aber mit saftigen Renditen
huldigen.
Stephan Hochstein