Als Antwort auf Angela Merkels Attacke auf den zimbabwischen Präsidenten Robert Mugabe während des soeben zuende gegangenen Gipeltreffens zwischen der EU und der Afrikanischen Union in Lissabon, sagte der Informationsminister Zimbabwes, Sikhanyiso Ndlovu, gegenüber der Zeitung Zimbabwe Herald, daß Deutschland eine Führungsperson wie Otto von Bismarck bräuchte, der für Einheit und Abschaffung von Ungerechtigkeit gekämpft habe. "Sie sollte in der deutschen Geschichte nachlesen und sich daran orientieren," sagte er über die Kanzlerin.
Ndlovu sagte, daß die in Lissabon versammelten ehemaligen Kolonialmächte Afrika immer noch als Anhängsel Europas verstehen würden. Außerdem, sagte er, seien die Europäer voller Angst angesichts der Tatsache, daß sich die Handelsbeziehungen zwischen China und Afrika außerordentlich ausgeweitet hätten. "Sie sollten wissen, daß Afrika frei und unabhängig ist, und daß seine Regierungen eigene Entscheidungen über die politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten der Staaten treffen."
Nach seiner Rückkehr vom Gipfel sagte Zimbabwes Präsident Mugabe: "Wir haben die Briten bezwungen; wir waren Sieger über die Briten. Wer ist denn schon Groß Britannien? Die denken, das Imperium funktioniere noch, aber man kann von keinem Imperium mehr sprechen." Mugabe sprach auch das übergeordnete Thema des Gipfels an, indem er sagte: "Das Gipfeltreffen diente zur Diskussion über die Zusammenarbeit zwischen Afrika and Europa, damit wir uns gegenseitig helfen, unsere Länder zu entwickeln. Es war kein Treffen, um über Zimbabwe zu diskutieren, aber ich hörte immer nur ‚Mugabe, Mugabe, Mugabe‘. Also sagte ich, daß dies kein Treffen über mich, sondern über Afrika and die EU sei."