Diane Sare: „In Zeiten wie diesen können die Taten Einzelner Berge versetzen“

06.07.2026
Diane Sare: „In Zeiten wie diesen können die Taten Einzelner Berge versetzen“ klaus 06.07.2026

Eine Veranstaltung der unabhängigen US-Präsidentschaftskandidatin Diane Sare („Diane Sare for President“) am 5. Juli in Philadelphia bot einen wohltuenden Gegensatz zu den meist chaotischen und parteipolitisch geprägten Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Gründung der Vereinigten Staaten. Vor knapp 100 Zuhörern an der Villanova University und vielen weiteren online boten Sare und mehr als ein Dutzend Fachreferenten eine ausführliche Lektion über die wahre Geschichte der amerikanischen Republik. Den ganzen Sonntag über bis in den Abend hinein wurde die wahre Geschichte der Vereinigten Staaten präsentiert, die lange vor der Unabhängigkeitserklärung vor 250 Jahren begann. Die Veranstaltung wurde mit klassischen und patriotischen Liedern umrahmt, und die neue Ausgabe der historisch-kulturellen Zeitschrift der LaRouche-Bewegung „Leonore“ wurde vorgestellt. Das vollständige Videoarchiv aller Beiträge finden Sie hier (englisch).

Sare entlarvte einige der Machtfantasien nach dem Motto „Macht gibt Recht“, mit denen die Amerikaner dazu verleitet werden sollen, den moralischen Verfall ihres Landes auf den Status eines neuen Britischen Empire zu begrüßen. Stattdessen schlug sie folgende Schritte zur Wiederherstellung der produktiven Identität Amerikas, basierend auf den ökonomischen Prinzipien von Lyndon LaRouche, vor:

Die Wiedereinführung der Glass-Steagall-Bankentrennung; die Gründung einer Nationalbank zur Vergabe von Krediten für große Infrastrukturprojekte; den Bau des Beringstraßen-Tunnels als Gemeinschaftsprojekt mit Russland, um das Verkehrsnetz Eurasiens mit dem Amerikas zu verbinden; den Aufbau der Nordamerikanischen Wasser- und Energieallianz NAWAPA, die vor 60 Jahren konzipiert wurde, um Wasser aus Alaska und der Arktis zu nutzen und die jahrhundertelange Dürre im Westen zu beenden; die Ausweitung des Weltraumprogramms zur Kolonisierung des Mondes und anschließend des Mars; die Entwicklung der Kernfusionsenergie und ihrer Produktionstechnologien.

Abschließend betonte Sare, in Amerika sei ein starker politischer Wandel im Gange. „Wir sind an einem Wendepunkt. In einer solchen Zeit können die Handlungen einzelner Menschen, wenn sie im Einklang mit den Naturgesetzen stehen, Berge versetzen.“ Und sie schloss mit einem Satz, der Gottfried Leibniz und Cotton Mather zugeschrieben wird: „Jedes Hindernis ist eine Gelegenheit, Gutes zu tun.“

Neben anderen Rednern sprach Helga Zepp-LaRouche per Video. Sie gratulierte den Veranstaltern der Konferenz, die im krassen Gegensatz zur Banalität und Oberflächlichkeit der meisten offiziellen Feierlichkeiten stehe. Sie betonte, wie wichtig es sei, die Prinzipien der Amerikanischen Revolution wiederzubeleben – nicht nur für Amerika, sondern auch, um die Welt vom Abgrund eines globalen thermonuklearen Krieges zurückzuholen.

Die US-Bürger wüssten heute nur sehr wenig über das wahre Amerika. Die Revolution werde gewöhnlich fälschlich so dargestellt, als sei sie von reichen Eliten angeführt worden, die Gräueltaten begingen, um ihre Macht zu sichern. Nur ein kleiner Prozentsatz der jungen Amerikaner verstehe die Bedeutung des Jubiläums und der Verfassung. Zepp-LaRouche erinnerte daran, wie revolutionär die Unabhängigkeitserklärung für ihre Zeit war. Die Ideen von der „Selbstverständlichkeit“ der Gleichheit aller Menschen, dass eine Regierung mit der Zustimmung der Regierten herrscht und dass alle die „unveräußerlichen Rechte“ auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit haben, waren damals alles andere als „offensichtlich“ und wurden von der britischen und weltweiten Oligarchie keineswegs akzeptiert. Die reagierte schnell und gewaltsam auf solche „absurden“ Konzepte.

Diese revolutionären Ideen hätten aber nicht erst mit der Amerikanischen Revolution begonnen, sondern wurden bereits vom großen Wissenschaftler und Philosophen Kardinal Nikolaus von Kues (1401–1464) vertreten, der sie in seinen Schriften und insbesondere in seinem Hauptwerk Concordantia Catholica aus dem Jahr 1434 – fast 343 Jahre vor der Gründung Amerikas – darlegte. Sie las daraus ausführliche Zitate vor. Anschließend fasste sie die historischen Wurzeln der Gründungsideen Amerikas weiter zusammen, von Nikolaus über seinen guten Freund Paolo dal Pozzo Toscanelli – selbst ein großer Wissenschaftler und Kartograf, dessen Karten Christoph Kolumbus für seine Fahrt nach Westen benutzte – bis hin zu den Einflüssen des Konzils von Florenz. Zum Schluss betonte Zepp-LaRouche, die britische Oligarchie habe es nie aufgegeben, die Kolonien zurückzuerobern – sei es durch den Krieg von 1812, den Bürgerkrieg oder in jüngerer Zeit durch Subversion und Verfälschung der amerikanischen Geschichte. Die Ablehnung und Verunglimpfung dieser hohen Ideale im gesamten Westen treibe die Welt heute in einen nuklearen Dritten Weltkrieg.

Durch die Wiederbelebung der Ideen großer Staatsmänner wie John Quincy Adams, Franklin Roosevelt, John F. Kennedy und vor allem Lyndon LaRouche könnte Amerika die Welt aus dem Chaos führen und die Prinzipien der Unabhängigkeitserklärung endlich auf alle Völker ausweiten. Zepp-LaRouche unterstützte Sares Präsidentschaftskandidatur. Sie sagte, wäre Lyndon LaRouche noch am Leben, so wäre er stolz darauf, ihre Kampagne und die von Jose Vega für den US-Kongress in New York zu unterstützen.

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