Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit genau 30 Jahren Verzögerung Lyndon LaRouches „Typische Kollapsfunktion“ entdeckt.
In einer Rede auf der 10. jährlichen Forschungskonferenz der EZB in Zusammenarbeit mit der Hoover Institution der Stanford University zum Thema „Die nächste Finanzkrise?“ am 17. September beschrieb EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Kluft zwischen den Finanzaggregaten (zumindest einem Teil davon) und der Realwirtschaft (gemessen am BIP) als Grund zur Besorgnis.
„Im Euroraum sind Nichtbanken – von Investmentfonds und Versicherungsgesellschaften bis hin zu Geldmarktfonds und Verbriefungsvehikeln – von etwa 140 % des BIP im Jahr 1999 auf heute fast 400 % gewachsen,” sagte Lagarde. „(…) Nichtbanken machen mittlerweile über 60 % des Finanzsektors im Euroraum aus… Der Bankensektor und der Nichtbankensektor verändern sich nicht nur rasch, sie sind auch stark miteinander verflochten. Im Euroraum beispielsweise sind die Vermögenswerte der Banken gegenüber Nichtbanken beträchtlich und machen im Durchschnitt etwa 10 % der Gesamtvermögenswerte bedeutender Institute aus.“ Sie nannte auch Fintechs und Stablecoins als neue Bedrohungen für die Stabilität des Bankensystems.
Wie beim berühmten Pfeifen im Walde, betonte Lagarde, dass das Fragezeichen am Ende des Konferenztitels „eher ein Nachforschen als eine Vorhersage signalisiert“, und versicherte, dass die EZB Maßnahmen zu dessen Verhinderung ausarbeite, nämlich „Vereinfachung“, was, wie sie meinte, „keine Deregulierung bedeutet“.
Excusatio non petita, accusatio manifesta, würde man wohl auf Lateinisch sagen. Auf gut Deutsch: „Wer sich unaufgefordert entschuldigt, klagt sich selbst an.“
Sie sollten besser nicht darauf wetten, dass die EZB eine andere Lösung als Gelddrucken hat.
Quelle: eirna.de
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