Die NATO – ein gefährliches Auslaufmodell

07.07.2026
Die NATO – ein gefährliches Auslaufmodell klaus 07.07.2026

Während die NATO am 7.-8.7. ihren Gipfel in Ankara abhält, können zwei große Konflikte, in die Mitgliedsländer verwickelt sind – Rußland/Ukraine und Iran -, rasch bis zu einem Punkt eskalieren, an dem es kein Zurück mehr gibt. Während die führenden europäischen Politiker Rußland weiter als unmittelbare Bedrohung für Europa darstellen, starteten russische Streitkräfte am 6.7. eine Großoffensive gegen Rüstungsfabriken in Kiew als Vergeltung für die verstärkten Angriffe auf russisches Territorium, die ukrainische Streitkräfte mit Unterstützung der NATO und europäischer Staaten unternehmen. Entgegen westlicher Medienberichte steht die Ukraine nicht kurz davor, Rußland zu besiegen, und Rußland steht nicht kurz vor dem Zusammenbruch. Aber solche Propaganda ist nützlich zur Rechtfertigung von Aufrüstungsoffensiven in Westeuropa. Und für den ebenfalls anwesenden ukrainischen Präsidenten Selenskyj, der noch mehr Geld fordert – nicht weniger als 70 Mrd.$ (!) für 2027.

Der russische Präsident Putin rief am 4.7. US-Präsident Trump an, um den USA zum Unabhängigkeitstag zu gratulieren. Während des 90-minütigen Gesprächs konnte er laut Medienberichten Trump über die aktuelle Lage der russischen Vorstöße an der Front informieren. Der Kreml berichtete, der US-Präsident sei bereit, zur Beendigung der Feindseligkeiten beizutragen und sich um eine diplomatische Lösung zu bemühen. Tatsächlich erklärte Trump am Tag vor seiner Abreise nach Ankara gegenüber Reportern, ein Ende des Konflikts sei „viel näher, als den Menschen bewußt ist“. Es bleibt abzuwarten, ob die Europäer und Selenskyj ihn beim NATO-Gipfel davon überzeugen werden, den Dialog mit Putin zu beenden.

Die NATO hätte man bereits beim Zusammenbruch der Sowjetunion auflösen müssen. Seither ist sie unendlich viel aggressiver und expansiver geworden als militärischer Arm eines Möchtegern-Imperiums, das nun zusammenbricht. Es ist allerdings unwahrscheinlich, daß die nun in Ankara versammelten Regierungen dieser Realität ins Auge sehen werden. Diese Realitätsverweigerung könnte uns alle noch teuer zu stehen kommen.

Dabei liegt die Alternative auf der Hand: Zusammenarbeit mit dem Globalen Süden, den BRICS+ und anderen Formaten für eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, in der die Interessen aller Nationen berücksichtigt werden.

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