30. Mai (LPAC) – Lyndon LaRouche hatte zwei Reaktionen auf die Ankündigung der Regierung Bush, dem Sudan neue unilaterale Sanktionen aufzuerlegen, durch die der Zugang zu amerikanischen Firmen und Dollar-Transaktionen noch weiter eingeschränkt werden soll. Erstens spottete er über die Idee amerikanischer Wirtschaftssanktionen, indem er die Frage stellte: "Wie lange wird der US-Dollar überhaupt noch existieren?" Zweitens betonte er, man müsse jede strategische Entwicklung, jedes heiße Thema, von oben herab aus dem Blickwinkel des rasch herannahenden Zusammenbruchs des gesamten dollarbasierten Finanzsystems betrachten. Das sei die Frage Nummer 1, die den Ausgang aller Entwicklungen der nächsten Generationen bestimmen wird.
LaRouche fragte: "Was wird passieren, wenn die Bush-Cheney Administration zum Zeitpunkt eines Dollar-Crashs noch an der Macht ist, wenn das gesamte weltweite Finanzsystem über Nacht verdampft? Cheneys Impuls wird sein, sofort einen großen Krieg zu beginnen." Man sollte diese Sanktionen gegen den Sudan als einen Schritt betrachten, mit dem Bernard Lewis' Destabilisierung durch "permanenten Krieg/permanente Revolution" nach Afrika gebracht werden soll, als Ausweitung der Pläne zur Zerstörung Südwestasiens.
Wenn ein Crash des Dollars mit der gegenwärtigen Auswahl von Demokraten in der Führungsschicht der Partei und im Kongreß stattfinde würde, wäre das Ergebnis nicht wirklich anders. LaRouche sagte, die "offizielle" Führung sowohl der Demokraten als auch der Republikaner verhalte sich "wie ein Haufen junger Kaulquappen". Sie ignorierten das Thema des sich beschleunigenden Zusammenbruchs des Dollarsystems. Nichts weniger als Änderungen der politischen Axiomatik, zurück zu einer Grundlage des amerikanischen Systems Franklin Roosevelts, könne die Welt vor einem Absturz in die Hölle retten. Außerdem sei dazu die kombinierte politische Macht eines mit Rußland, China und Indien verbundenen reformierten Amerika notwendig; eine Allianz der vier Mächte, die das derzeit dominierende britische System, das durch über die Finanzzentren der Queen in Steueroasen und die auf den Cayman Inseln zentrierten Hedgefonds Vormachtstellung hat, zertrümmern kann. Es gibt zu viel Geld – zuviel schmutziges Geld. Die vier Mächte, geführt von einem Amerika, das zu den Anschauungen von Roosevelt zurückgekehrt ist, können die Macht der Globalisierer, der Offshore-Oligarchie brechen – wie es Roosevelt in der Nachkriegszeit beabsichtigte, wenn er nicht zu früh gestorben wäre.
Der Kampf für die Erneuerung der USA von Franklin Roosevelt und des amerikanischen Systems sei der Kampf um die Seele der demokratischen Partei – eine Seele, die in der Stimmung der aktiven Basis der Partei immer noch erkennbar ist. Sie will eine Amtsenthebung Cheneys und eine vollkommene Änderung der Politik.
"Die Kombination der vier Mächte ist der Schlüssel zu allem. Sie ist die politische Kraft, die notwendig ist, um das britische System zu zerschlagen. Wir wissen, daß jemand wirklich eine globale Konfrontation mit Rußland schüren will. Diese Leute wissen, daß der Vorschlag eines Tunnels unter der Beringstraße eine weltbewegender Veränderung in der globalen politisch-ökonomischen Landschaft bedeutet. Er ist ein Anzeichen dafür, daß sowohl Rußlands Präsident als auch LaRouches Freunde bei der Akademie der Wissenschaften eine strategische Partnerschaft suchen, die auf die Liga der bewaffneten Neutralität von Katharina der Großen zurückgeht; auf die Allianz zwischen Abraham Lincoln und Alexander II., die die Vereinigten Staaten rettete; auf das kombinierte Projekt der transkontinentalen Eisenbahn und der Transsibirischen Eisenbahn; auf die Kriegesallianz Franklin Roosevelts mit Stalin und der Sowjetunion; auf Eisenhowers Atome für den Frieden."
Solche Dinge trieben die Briten dazu an, Weltkriege anzufangen. "Diesmal kennen wir ihr Spiel und können es besiegen. Man muß ihren Hooligan Dick Cheney in den kommenden Wochen aus dem Amt zwingen, bevor er und andere Möchtegern-Trumans einen neuen kalten oder heißen Krieg gegen Rußland eröffnen können."