Der ehemalige pakistanische ISI-Geheimdienstchef, Generalleutnant Hamid Gul, der während der 80’er Jahre eng mit CIA und MI6 gegen die Sowjets in Afghanistan zusammengearbeitet hatte, sagte jetzt im Interview mit kanadischen Medien, daß die Krisen in Irak und Afghanistan nicht militärisch gelöst werden könnten. Es sei an der Zeit, zu verhandeln und westliche Politiker sollten anfangen, über politische Lösungen nachzudenken. "Muscharraf hat völlig Recht, wenn er sagt: ‚Wir sind besiegt worden; jetzt können wir nichts mehr tun‘. Die Sowjets haben mehr als zehn Jahre lang 120.000 Soldaten in Afghanistan eingesetzt. Pakistan hat inzwischen 80.000 Soldaten zusammen mit 31.000 Einheiten von westlichen Nationen im Einsatz. Mehr können weder die NATO, noch die ISAF oder die Amerikaner in Afghanistan tun. Die NATO wird verlieren", sagte Gul. Gul nannte die Bombardierung einer islamischen Religionsschule durch U.S. Streitkräfte eine "Wasserscheide, weil das von Amerikanern getan wurde, nicht von Terroristen."
22.02.2008
Ehemaliger pakististanischer Geheimdienstchef Gul: NATO wird in Afghanistan verlieren
22.02.2008