Am 28. Februar war Lyndon LaRouche Ehrengast einer von EIR veranstalteten Konferenz in den
Räumlichkeiten des italienischen Senats. Unter dem Titel „Eine Rooseveltsche
Lösung für die internationale Systemkrise“ fand dort ein Dialog zwischen
LaRouche und Vertretern der italienischen Regierung und Wirtschaft statt.
Weitere Sprecher waren der Staatssekretär für wirtschaftliche Entwicklung,
Alfonso Gianni, und die Vorsitzende des Verbandes junger mittelständischer
Unternehmer (Giovani Imprenditori, Confapi), Catia Polidori.
LaRouche schockierte das Publikum mit der Warnung, der
Zivilisation drohe ein vielleicht schlimmerer Zusammenbruch als nach dem
Bankrott der lombardischen Banken im 14. Jahrhundert. Die Gefahr wachse durch die
Reaktion führender Finanzkreise auf beiden Seiten des Atlantiks auf die sich
verschärfende Krise. In den USA werde versucht, den New Yorker Bürgermeister Bloomberg zum Präsidenten zu machen, und zwar mit
einem Programm, das an Mussolini erinnere. In Europa wolle man die Nationen dem
diktatorischen Lissabon-Vertrag unterwerfen. Die BüSo-Vorsitzende Helga Zepp-LaRouche unterstrich dies, indem sie die wichtigsten
Inhalte des Vertrages erläuterte und zu einer öffentlichen Debatte und einem
Referendum darüber aufrief.
Lyndon LaRouche erläuterte auch seine vier Vorschläge für einen
„Rooseveltschen“ Ausweg aus der Krise: das Gesetz zum Schutz von Eigenheimbesitzern
und Banken, ein zweigleisiges Kreditsystem, das produktive Investitionen
begünstigt, ein Viermächte-Abkommen der USA mit China, Indien und Rußland für
ein neues Weltwährungssystem, ein neues Bretton-Woods-Abkommen. Der letzte
Punkt erhielt viel Unterstützung von Gianni, der ihn zum Hauptpunkt seines
Wahlkampfs bei den bevorstehenden Parlamentswahlen machen will.
Polidori begrüßte LaRouches Konzept der physischen Ökonomie
und stellte mehrere Fragen zu den Hindernissen, die Globalisierung und
Umweltschutz für die industrielle Entwicklung darstellen. LaRouches
Hauptaussage war, Europa müsse sein reiches, doch nach dem Zeiten Weltkrieg
zersetztes kulturelles Erbe nutzen, um die Kraft zu mobilisieren, die Menschheit
aus dieser Krise zu führen. Man dürfe den Nationalstaat nicht zugunsten
fragwürdiger Entwürfe für supranationale Institutionen aufgeben, sondern müsse
ihn vielmehr nutzen, um Bevölkerung und
Wirtschaft vor dem „Empire“ der Finanzoligarchie zu schützen.